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Börse heute Wall Street Banken geben den Ton an

Die Quartalszahlen der beiden Großbanken Goldman Sachs und JP Morgan lassen Rückschlüsse auf die amerikanische Konjunktur zu, Boeing kommt nicht zur Ruhe und die Weltbank sieht die Eurozone auf einem guten Weg. Der Börsentag im Überblick.

JP-Morgan-Sitz in New York. Foto: REUTERS

Die Quartalszahlen der beiden Großbanken Goldman Sachs und JP Morgan lassen Rückschlüsse auf die amerikanische Konjunktur zu, Boeing kommt nicht zur Ruhe und die Weltbank sieht die Eurozone auf einem guten Weg. Der Börsentag im Überblick.

Die beiden amerikanischen Großbanken Goldman Sachs und JP Morgan berichten zur Mittagszeit über ihre Geschäfte zwischen Oktober und Dezember. Das wird die Gemüter und auch die Kurse bewegen. Denn die Quartalsberichte der Banken sind auch ein wichtiger Hinweis darauf wie es um die amerikanische Konjunktur bestellt ist.

Boeing kommt nicht zur Ruhe

Im Vorquartal konnten beide Geldhäuser mit Milliardengewinnen glänzen, was an der besseren Stimmung der Finanzmärkte lag. Aber auch die Erholung am amerikanischen Häusermarkt spiegelte sich wieder. Da sich die Finanzmärkte und der Häusermarkt auch zum Ende des Jahres in guter Verfassung zeigten, sind Händler recht optimistisch. Allerdings sorgen die Banken weiter für negative Schlagzeilen. So wollte Goldman Sachs in Großbritannien Steuern sparen. Das wäre gelungen, wenn man die Boni erst nach einem für die Steuer wichtigen Stichtag ausgezahlt hätte. Scharfe Proteste haben das aber verhindert. JP Morgan bekam eine heftige Watsche von US-Regulierungsbehörden. Das Geldhaus muss die interne Überwachung der Geldgeschäfte, also die Risikokontrolle, verschärfen. Im vergangenen Jahr hatte JP Morgan über sechs Milliarden Dollar verloren, weil sich ein Londoner Händler mit hochriskanten Geschäften verspekuliert hatte.

Weltbank sieht Eurozone auf gutem Weg

Die US-Ikone Boeing kommt auch nicht aus den Schlagzeilen. Das Prestigeflugzeug 787 wird immer mehr zum Albtraum. Der Dreamliner musste in Japan wegen Rauchentwicklung zur Notlandung ansetzen. Die Pannenserie setzt sich also fort und die Börse reagiert inzwischen sehr empfindlich darauf. Nicht nur Boeing-Aktien werden davon in Mitleidenschaft gezogen, sondern auch Aktien von Zulieferern aus Japan, die deutlich nachgaben. Insgesamt war das Bild an der japanischen Börse auch sehr trist. Der Nikkei rutschte nach enttäuschenden Konjunkturdaten um 2,6 Prozent ab, nachdem er gestern noch zum Höhenflug angesetzt hatte. Das Vertrauen der japanischen Verbraucher in die Wirtschaft des Landes ist erneut gesunken, obwohl die Regierung massive Konjunkturhilfen angekündigt hat, um die Wirtschaft endlich aus der Rezession zu reißen.

In der Eurozone hellt sich das Bild dagegen auf. EZB-Präsident Draghi gab vergangene Woche den Ton vor, sprach zum ersten Mal von Erholungszeichen in der Eurozone. Und diese Botschaft ist inzwischen auch bei Ratingagenturen angekommen. So hält Fitch den schlimmsten Teil der Eurokrise für überwunden. Auch die Weltbank spricht von Entspannung, beurteilt aber die Wachstumsaussichten der Krisenländer weiter als schwach. Die Weltbank hat ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft insgesamt für dieses Jahr von 3,0 auf 2,4 Prozent abgesenkt.

Am deutschen Aktienmarkt hat die Berichtssaison offiziell noch nicht begonnen. Gestern legte aber der Softwarekonzern SAP überraschend Quartalszahlen vor, die an der Börse überhaupt nicht gut ankamen. Der Handelskonzern Metro zieht mit Umsatzzahlen nach. Metro konnte im Weihnachtsgeschäft ein kleines Umsatzplus erzielen. Die Erlöse nahmen im wichtigen vierten Quartal um 0,5 Prozent zu. Das ist für Investoren viel zu wenig, die Aktien brechen vor Börsenbeginn um drei Prozent ein.

DAX-Kamera von der Börse Frankfurt

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