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Börse heute Der Rettungschirm wächst nicht

Es gärt weiter in Brüssel, obwohl sich die deutsche Position erst einmal durchgesetzt hat.

Ausblick auf die Börse. Foto: dpa

Die deutsche Position hat sich erst einmal durchgesetzt. Der Euro-Rettungsschirm wird nicht mit mehr Geld ausgestattet. Vorerst nicht, muss man wohl sagen, denn die Wetten auf einen Ausfall eines Euro-Teilnehmers laufen weiter. Die Märkte bewegen sich dabei in einem ruhigen Fahrwasser.

Höchst umstritten bleibt innerhalb der EU auch die Option gemeinsamer Anleihen. Während die mit hohen Risikoaufschlägen geschlagenen Staaten natürlich dafür sind, sind Länder mit niedrigen Zinsen ebenso natürlich dagegen. So hat Deutschland mit historisch niedriger Umlaufrendite kein Interesse daran, seine Refinanzierungskosten durch eine Euro-Anleihe in die Höhe zu treiben.

Es gärt also in Brüssel. Europa driftet auseinander, die Euroländer werden allerdings weiter von einem robusten Euro zusammen gehalten. Die Gemeinschaftswährung liegt derzeit knapp über 1,33 Dollar und damit sogar noch oberhalb ihres als „fair“ bezeichneten Werts. Die Kaufkraftparität wird mit 1,20 Dollar angegeben.

Die Politik steht beim Handel eindeutig im Vordergrund. Der Deutsche Aktienindex (Dax), der gestern einen versöhnlichen Tagesabschluss gemeistert hat, bleibt weiter ohne Impulse. Leichte Verluste an der Wall Street und für den Tokioter Nikkei-Index dürften für sanften Druck sorgen.

Der US-Arbeitsmarkt sorgt für Sorgenfalten. US-Notenbankchef Ben Bernanke bezeichnete die Arbeitslosigkeit als ein Problem, unter dem die US-Wirtschaft noch lange zu leiden haben werde. Den roten Konjunkturfaden spinnen heute lediglich die US-Verbraucherkredite und die Industrieproduktion in Großbritannien weiter.

Die Kundenaufträge der Comdirekt geben Auskunft über die Handelsaktivitäten deutscher Anleger, während die Verkehrszahlen von Air France KLM Schlüsse auf die ebenfalls in dieser Woche anstehenden Zahlen von Lufthansa und Fraport zulassen.
Als einer der wenigen Bilanztermine stehen die Quartalszahlen von Demag Cranes an. Viel Gesprächsstoff liefern weiter der Einstieg des Emirats Katar bei Hochtief und die kurzfristig angelegte Rückverstaatlichung des Energiekonzerns EnBW.

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