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Boeing Dreamliner muss notlanden

Die Pannenserie beim Langstreckenjet 787 „Dreamliner“ entwickelt sich für Boeing zum ernsthaften Problem. In Japan muss eine Maschine notlanden, nachdem Rauch in der Kabine entdeckt wird. Japanische Fluglinien lassen alle Boeings der Reihe jetzt vorerst am Boden.

16.01.2013 07:56
Notlandung in Takamatsu: Beim Verlassen des Dreamliners verletzen sich fünf Personen leicht. Foto: REUTERS

Eine Maschine aus Boeings pannengeplagter Superflieger-Reihe „Dreamliner“ ist am Mittwoch in Japan notgelandet. Wie die betroffene Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) mitteilte, mussten alle 137 Passagiere und Crewmitglieder nach der Landung auf dem westjapanischen Flughafen Takamatsu die Maschine verlassen, nachdem Rauch in der Maschine bemerkt worden war. Fünf Personen seien leicht verletzt worden, ein Passagier wurde wegen Rückenbeschwerden laut örtlichen Medien ins Krankenhaus gebracht. Angesichts einer ganzen Serie von Pannen wollten ANA und der heimische Konkurrent JAL den Betrieb des „Dreamliners“ vorerst aussetzen.

Ungewöhnlicher Geruch im Cockpit

Der jüngste Vorfall ereignete sich auf einem Flug von Yamaguchi im Westen Japans nach Tokio. Rund 35 Minuten nach dem Start habe man in der Maschine Rauch bemerkt. Daraufhin leitete der Pilot in Takamatsu eine Notlandung ein und ließ alle Passagier über Notrutschen das Flugzeug verlassen. Einen Löscheinsatz habe es nicht gegeben.

Der Pilot habe ausgesagt, dass ein Instrument im Cockpit Batterieprobleme angezeigt und es einen ungewöhnlichen Geruch gegeben habe. Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Japaner wiederholt Pannen beim „Dreamliner“ gemeldet, unter anderem den Verlust von Treibstoff oder Probleme mit der Computersteuerung für die Bremsen.

Die Japaner waren die Erstkunden für Boeings „Dreamliner“. Die Pannenserie bei dem hochmodernen Langstreckenflieger hat inzwischen auch die US-Luftfahrtbehörde auf den Plan gerufen. Die FAA kündigte vor wenigen Tagen an, das Modell genau unter die Lupe zu nehmen. Die staatlichen Experten werden dabei ein besonderes Augenmerk auf die elektrischen Systeme sowie auf die Mechanik legen. (dpa)

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