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Black Friday Kaufrausch am Black Friday

Am Black Friday gibt es Riesenangebote für Schnäppchenjäger Attac findet die Kampagnen „pervers“.

Am Black Friday wird kräftig eingekauft. Foto: AFP

Am Black Friday gibt es Riesenangebote für Schnäppchenjäger Attac findet die Kampagnen „pervers“.

Freitag, der 28. November 2014 war mit einiger Wahrscheinlichkeit der Tag mit dem höchsten Umsatz im weltweiten Einzelhandel überhaupt. Am sogenannten Black Friday waren Millionen Schnäppchenjäger vor allem in den USA, aber auch in Großbritannien, Spanien und Deutschland unterwegs, um sich Sonderangebote zu sichern. Auf der Insel musste die Polizei in mehreren Einkaufszentren anrücken, weil sich noch vor Ladenöffnung große Menschenmengen versammelt hatten.

Das Marktforschungsunternehmen Mintel geht davon aus, dass der britische Einzelhandel am Freitag rund 200 Millionen Pfund (250 Millionen Euro) einnahm. Das sind 20 Prozent mehr als an einem durchschnittlichen Freitag im Dezember. In den Geschäften kam es teils zu tumultartigen Szenen, Kunden kämpften beispielsweise um TV-Geräte.

Die Nachrichtenagenturen meldeten auch für die USA einen großen Ansturm auf Läden und Einkaufszentren. In Deutschland lockten große Handelsketten wie Saturn, Kaufhof oder Asos mit Black-Friday-Kampagnen die Kunden. Die Händler warben mit Nachlässen bis zu 80 Prozent. Genaue Daten über die Umsätze hierzulande lagen am Freitag noch nicht vor. Der Black Friday kommt aus den USA, wird aber auch in Europa immer populärer. Am Freitag nach Thanksgiving nehmen sich viele Beschäftigte in den USA frei, um Weihnachtsgeschenke zu erwerben.

15 Minuten pro Einkauf

Längst machen auch Internet-Händler mit. Amazon hat mit dem Cyber Monday eine Kampagne gestartet, die bereits am vorigen Montag begann und am kommenden Montag endet. Um die Kaufbereitschaft zu steigern, werden bestimmte Artikel jeweils nur für kurze Zeit angeboten, Kunden können sie zwar reservieren, müssen den Einkauf aber nach 15 Minuten abgeschlossen haben. Die Verbraucherzentrale NRW geißelt „aufgeblasene Rabattankündigungen“ bei Amazon. Die angezeigten Nachlässe bezögen sich in vielen Fällen auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers. Doch die Artikel wurden oft schon günstiger als die UVP angeboten.

Viel weiter geht die Kritik von Mike Nagler von Attac: Die Black-Friday- und Cyber-Monday-Kampagnen seien schon „ein bisschen pervers“. Nur kaufen, weil es vermeintlich billig sei, halte Attac für einen Irrweg. Darauf weisen viele andere Aktivisten weltweit am Kauf-Nix-Tag am heutigen Samstag hin. Eine Initiative, die vor 23 Jahren ebenfalls in den USA ins Leben gerufen wurde. Es geht darum, einen Tag lang nichts zu kaufen, um für „bewussten Konsum“ ein Zeichen zu setzen.

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