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Autos So lohnt sich der Kfz-Versicherungswechsel

Was Autofahrer beim Wechsel der KFZ-Versicherung zum Jahresende beachten sollten.

Illustration: Kfz-Versicherer haben die Wahl
Wer seinen Fahrstil überwachen lässt, kann viel Geld vom Kfz-Versicherer zurück bekommen. Foto: Moritz Wienert

Es sind nicht nur die Winterreifen, über die Autobesitzer sich spätestens jetzt Gedanken machen sollten, damit sie beim ersten Schnee auch sicher auf den Straßen unterwegs sind. Zum Ende des Jahres hin lohnt es sich auch, den KFZ-Versicherungsvertrag einmal hervorzukramen. Denn wie jedes Jahr enden die Kündigungsfristen für die allermeisten Verträge am 30. November, also vier Wochen vor dem Neujahreswechsel. 

Von der Wechselstimmung wollen auch Versicherungsunternehmen profitieren und haben sich diesem Zyklus angepasst. Im Herbst buhlen die Versicherer um Neukunden und die Beiträge für Wechselkunden sinken kräftig. Einer Untersuchung des Vergleichsportals Check 24 zufolge ist der durchschnittliche KFZ-Haftpflichtbeitrag im November gegenüber Juli dieses Jahres für Wechsler um 15 Prozent gesunken. Diese Kurve wiederholt sich alljährlich. Ein Wechsel ist demnach im Herbst am günstigsten, bevor die Tarife im Winter leicht ansteigen und im Sommer ihr Preismaximum erreichen.

Allerdings, und das schmälert die erst einmal viel klingenden 15 Prozent, im Vergleich zum Oktober vergangenen Jahres hat sich der durchschnittliche Beitrag verteuert, im Schnitt um 1,4 Prozent. Der Grund: Die Höhe der Schadenssummen steigt. Technische Neuerungen wie Sensoren in Stoßstangen und Außenspiegeln treiben den Betrag für Schadensregulierungen nach oben, weil diese Teile nur teuer zu ersetzen sind. Das rechnen Versicherer in ihre Policen mit ein.

„Grundsätzlich empfiehlt es sich, den eigenen Tarif regelmäßig zu überprüfen – und bei anderen Anbietern anzufragen, ob es zu einem ähnlichen Preis eine bessere Leistung gibt“, rät Philipp Lurz von Check 24. Gerade in der Wechselsaison ist der Wettbewerb unter den Anbietern groß, so dass Kunden davon profitieren können. „Für diejenigen, die noch nie gewechselt haben und vor Jahren den Vertrag abgeschlossen haben, ist das Sparpotenzial sicherlich am größten“, sagt Lurz. 

Doch nicht jeder sollte vorschnell seinen Vertrag kündigen, warnt Bianca Boss, Sprecherin vom Bund der Versicherten (BdV). Das, was wenig kostet, sei auch nicht immer das beste Angebot. „Wenn man nur auf den günstigsten Tarif achtet, besteht die Gefahr, dass die abgeschlossenen Leistungen nicht ausreichen und am Ende im Schadensfall womöglich mehr Kosten warten“, warnt Boss. Ist man mit seinem Anbieter zufrieden, hilft es manchmal auch schon, beim eigenen Versicherer nach günstigeren und passgenaueren Tarifen zu fragen. 

Ausschlaggebend können nämlich auch andere Dinge sein, wegen derer es sich lohnt, den Versicherungsvertrag regelmäßig zu überprüfen. Kathrin Jarosch, Sprecherin beim Gesamtverband der deutschen Versicherer (GdV), gibt Beispiele: Ein neuer Job bedeutet eventuell eine kürzere Fahrzeit mit dem Auto, so dass weniger Kilometer auf dem Tacho stehen. Die Tochter oder der Sohn melden ein eigenes Auto an und müssen nicht mehr mitversichert werden.

Es können unterschiedliche Merkmale sein, die die Policen teurer oder günstiger werden lassen. Dazu zählt die Anzahl der geschätzten Kilometer, die gefahren werden – weniger kostet weniger. Sind Fahranfänger mitversichert, steigt der Versicherungsbetrag bis ums 110-Fache. Kleinere Rabatte gibt es, wenn der Betrag jährlich überwiesen wird, anstatt monatlich. Auch ein wettergeschütztes Carport zahlt sich aus.

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