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Automobilbranche Kein VW mehr ohne Elektroantrieb

Der Volkswagen-Konzern will schon in wenigen Jahren nur noch Autos mit Elektroantrieb verkaufen. Das selbstgesteckte Ziel des Unternehmens ist, „bis 2018 die gesamte Flotte mit Elektromotor oder Hybrid“ zu bestücken.

VW soll nach Porsche nun auch auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagt werden.

Führende VW-Mitarbeiter gehen davon aus, dass der Konzern schon in wenigen Jahren nur noch Autos mit Elektroantrieb verkaufen wird. Das kündigten Entwicklungschef Klaus Heber und der Chef-Entwickler des VW-Elektroantriebs, Gerd Stöhr, jetzt bei einem Besuch des hessischen SPD-Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel im Kasseler VW-Werk an. Ziel des Unternehmens sei es, „bis 2018 die gesamte Flotte mit Elektromotor oder Hybrid“ zu bestücken, sagte Stöhr.
Nur ein kleiner Teil dieser Autos werden nach den Erwartungen der VW-Experten aber reine Elektroautos sein. Heber sagte: „Wir gehen davon aus, dass es bis 2020 etwa drei Prozent sein werden.“ Diese Autos würden angesichts der kleineren Reichweiten voraussichtlich von Unternehmen mit regionaler Kundschaft, etwa in der ambulanten Altenpflege, genutzt.

Alle Autos mit herkömmlichen Motoren werden aber nach den Vorhersagen der VW-Leute auch einen Elektroantrieb erhalten und mit der notwendigen Batterie ausgestattet werden. Dies ermögliche die emissionsfreie Zufahrt auch zu Städten mit strengen Umweltauflagen. Entwicklungschef Heber sagte, die Reichweite der Elektrofahrzeuge sei der „Schlüssel“ der Entwicklung in den nächsten Jahren. Allerdings gelte: „Wir werden nie die Reichweite von Verbrennungsmotoren erreichen.“ VW wolle ein Elektro-Serienfahrzeug unter dem Namen Lupo im Herbst bei der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt vorstellen. Es wird bisher unter dem Namen „E-Up“ entwickelt.

Ziel der VW-Öko-Initiative sei langfristig die vollständige Vermeidung von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2), sagte Heber. „Wir müssen uns daran ausrichten, 2050 kein CO2 mehr auszustoßen.“ Der Einsatz von Elektroantrieben habe daher nur Sinn, wenn zugleich die Stromherstellung auf erneuerbare Energien umgestellt würde. „Es bringt ja nichts, wenn ich ein grünes Auto produziere und die Elektrizität wird CO2-intensiv produziert“, sagte der VW-Entwickler.

SPD-Politiker Schäfer-Gümbel nannte die VW-Pläne vorbildlich. Für eine Energiewende seien Fortschritte in der Autoindustrie von zentraler Bedeutung. „Wir brauchen bei der Mobilität die Null-Emission“, sagte Schäfer-Gümbel.

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