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Automarkt in der Krise Ford schließt drei Werke in Europa

2012 rechnet Ford mit einem Verlust von 1,5 Milliarden Dollar und kündigt an, in Europa drei Werke dicht zu machen. Neben der schon bekannten Schließung des Werkes in Genk, sind zwei Standorte in Großbritannien betroffen.

25.10.2012 15:17
Ford-Angestellte in Southampton. Foto: dpa

Der US-Autohersteller Ford rechnet wegen der Absatzkrise mit einem Milliarden-Verlust in Europa und schließt drei Werke. Im laufenden Geschäftsjahr 2012 werde der Konzern voraussichtlich mehr als 1,5 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro) Verlust machen, kündigte Ford Europe am Donnerstag in Köln an. Nachdem das Unternehmen bereits am Mittwoch angekündigt hatte, seinen Standort Genk in Belgien zu schließen, sollen nun auch zwei kleinere Werke in Großbritannien - in Southampton und in Dagenham - dichtmachen.

Überkapazitäten in der Produktion

Die tiefroten Zahlen seien vor allem ein Resultat des strategischen Abbaus der Fahrzeugflotten bei den Händlern im vierten Quartal. Die Werksschließungen sollen helfen, die Überkapazitäten in der Produktion an den europäischen Standorten abzubauen. So werde die derzeit installierte Kapazität um 18 Prozent oder 355.000 Fahrzeuge schrumpfen. Die angestrebten Einsparungen durch die geplanten Werksschließungen bezifferte Ford auf eine Summe von bis zu 500 Millionen US-Dollar jährlich.

„Wir werden die Krise in Europa mit einem Fokus auf neue Produkte, einer stärkeren Marke und einer verbesserten Kosteneffizienz angehen“, erklärte Ford-Chef Alan Mulally in einer Presseerklärung. Ford wisse um die Auswirkungen der Pläne auf viele Beschäftigte und deren Familien. (dpa)

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