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Arbeitsmarkt Rewe will Soldaten einstellen

Der Handels- und Touristikkonzern kooperiert künftig mit der Bundeswehr, um sich Fachkräfte zu sichern. Die Armee will ihren Beschäftigten bessere Perspektiven anbieten.

Bundeswehr
Wenn sie nach ihrem Dienst bei Rewe unterkommen, ändern sich Uniform und Tätigkeit. Foto: dpa

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt geht es seit Jahren bergauf, die Arbeitslosenquote ist hierzulande mit knapp sechs Prozent nur noch halb so hoch wie noch vor zwölf Jahren. Viele Betriebe sehen sich bereits in ihrem Wachstum gehemmt, weil es an Fachkräften fehlt. Die Unternehmen müssen sich einiges einfallen lassen, um an qualifiziertes Personal zu kommen.

Der Kölner Einzelhandels- und Touristikkonzern Rewe versucht nun einen neuen Ansatz: Er hat gerade eine umfangreiche Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr geschlossen. Die Verträge dazu wurden Mitte der Woche in Berlin unterschrieben. Rewe hat es auf Soldatinnen und Soldaten abgesehen, die aus den Streitkräften ausscheiden und auf dem zivilen Arbeitsmarkt Fuß fassen wollen.

Bundeswehr tut sich schwer, Personal zu rekrutieren

„Wir glauben, dass die gut qualifiziert sind“, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag auf Anfrage. Bei ehemaligen Bundeswehr-Angehörigen könne man eine „gewisse Strukturiertheit“ in der Arbeit voraussetzen. Der Konzern sei an Mitarbeitern in allen Bereichen interessiert – von Verkäufern in den Supermärkten über Logistik-Kräfte, IT-Experten, Reise- und Verwaltungs-Fachleuten bis hin zu Managern. Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr sei aber nur eine zusätzliche Möglichkeit, um auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fachkräfte zu werben.

Die Bundeswehr will ihrerseits ihrem ausscheidenden Personal den Übergang ins Zivilleben erleichtern. 10.000 bis 15.000 Soldaten verlassen jedes Jahr die Streitkräfte. Auch die Bundeswehr tut sich schwer damit, neues Personal zu rekrutieren. Wenn sie ihren Angehörigen dabei hilft, nach Ablauf der Dienstzeit in einem neuen Beruf Fuß zu fassen, kann das auch die Attraktivität der Truppe als Arbeitgeber erhöhen. Denn Bewerber müssen dann nicht befürchten, dass die Verpflichtung als Zeitsoldat in eine berufliche Sackgasse führt.

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