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Öffentlicher Dienst Respektabler Abschluss

Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst bringt sinnhaft ausgestaltete Lohnerhöhungen. Nun allerdings sind finanzschwache Städte und Kreise auf die Hilfe von Bund und Ländern angewiesen. Unser Kommentar.

Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst
Betätigte sich am Lautsprecher: Gewerkschaftsboss Bsirske. Foto: dpa

Lang genug hat es gedauert, bis Gewerkschaften und Arbeitgeber sich auf einen Tarifvertrag für die 2,3 Millionen Bundes- und Kommunalbeschäftigten im Öffentlichen Dienst einigen konnten. Das Ergebnis immerhin kann sich sehen lassen, auch wenn es reichlich komplizierte Neuregelungen enthält. Dabei geht es nicht in erster Linie um das ansehnliche Lohnplus von durchschnittlich 7,5 Prozent bis zum Herbst 2020.

Vielmehr ist es den Tarifpartnern gelungen, die Erhöhungen sinnhaft auszugestalten. Dass etwa die Zuwächse für Azubis und Berufseinsteiger besonders hoch ausfallen, erhöht die Attraktivität des Öffentlichen Dienstes für dringend benötigte Nachwuchskräfte. Die Einmalzahlung von 250 Euro für untere Lohngruppen wirkt zumindest ansatzweise der wachsenden Lohnkluft entgegen. Zugleich ist es gelungen, auch die Entgelte für hochqualifizierte Kräfte deutlich anzuheben, die im öffentlichen Dienst ebenfalls händeringend benötigt werden.

Bleibt die Frage: Ist der Abschluss bezahlbar? Der Bund hat angesichts sprudelnder Steuereinnahmen kein großes Problem damit, das Gleiche gilt für mehr oder minder florierende Städte und Kreise. Die armen Schlucker unter den Kommunen aber ächzen unter hohen Schulden, hohen Sozialausgaben und geringen Steuereinnahmen. Für sie ist der Abschluss eine Herausforderung. Nun ist es Aufgabe von Bund und Ländern, ihnen zu helfen.

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