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Langzeitarbeitlose Ohne Hilfe geht es nicht

Langzeitarbeitslosigkeit und Hartz IV bleiben ein Massenphänomen. Es ist gut, dass Arbeitsminister Heil gegensteuern will. Die kritischen Hinweise der Kommunen können dabei nur helfen. Der Kommentar.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland bricht alle Rekorde. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erreicht ein Ausmaß, das vor Jahren vollkommen illusorisch erschien. Die Arbeitslosigkeit hat sich gegenüber den Höchstständen Anfang des Jahrtausends halbiert. Vollbeschäftigung ist in vielen Regionen des Landes Realität. 

Dennoch bleiben Langzeitarbeitslosigkeit und die Abhängigkeit von Hartz IV ein Massenphänomen. Die glänzende Beschäftigungslage ist daher nicht nur ein Grund zur Freude, sondern auch eine Mahnung an die Politik. Denn sie räumt die letzten Zweifel aus: Von alleine werden Hunderttausende Menschen in diesem Land nicht den Weg in eine ordentliche, angemessen bezahlte Beschäftigung finden. 

Staatliche Förderprogramme stehen hierzulande in keinem guten Ruf, weil ihre Erfolge in der Vergangenheit überschaubar blieben. Dennoch ist es richtig, dass Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) den sozialen Arbeitsmarkt nicht aufgibt. Der löst nicht alle Probleme und schafft auch einige neue. Vieles ließe sich aber besser machen, worauf die Kommunen mit ihren Kenntnissen hinweisen.

Aber wichtig ist, dass die Politik den Handlungsdruck erkennt und die Anstrengungen zur Lösung des Problems verstärkt. Ohne soziale Beschäftigungsprogramme haben zu viele Männer und Frauen in diesem Land keine Chance. Sie brauchen die Solidarität der Gesellschaft. 
 

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