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25-Stunden-Woche Mehr Freizeit - aber auch mehr Stress

Ein Bielefelder Unternehmen hat die 25-Stunden-Woche eingeführt. Ab 13 Uhr soll das Büro leergefegt sein, die Arbeit bleibt jedoch die gleiche.

Lasse Rheingans
Der Chef, Lasse Rheingans, findet sein Arbeitszeitkonzept richtig gut. Foto: Margarete Klenner

Schnell werde außerdem suggeriert: Wer seine Arbeit nicht in fünf Stunden schaffe, der gebe sich eben nicht genügend Mühe – oder sei einfach nicht gut genug. „Der Arbeitgeber überträgt seine Verantwortung auf die Beschäftigten“, kritisiert Unger. „Das ist ein erheblicher Druck.“ Und was, wenn ein Mitarbeiter ein Kind bekomme oder privat Probleme habe – und deswegen eine Zeitlang nicht ab Punkt acht Uhr den Turboschalter umlegen könne, fragt die Gewerkschafterin. 

Eine gut geölte Maschine hat Rheingans aus seinem Unternehmen gemacht, in der kein Zahnrad haken soll. Seine Arbeitnehmer leisten ebenso viel, jetzt noch konzentrierter – und bilden sich auch noch in der Freizeit freiwillig weiter. Kein großes Wunder also, dass Rheingans selbst die Kurzarbeit für die „absolut richtige Variante“ hält. Den Test will er weiterführen. In Zusammenarbeit mit einer Universität sollen Vor- und Nachteile jetzt wissenschaftlich ausgewertet werden. Und wem das Konzept zu stressig ist, für den hat Rheingans eine ganz einfache Lösung parat: „Niemand zwingt die Menschen, bei mir zu arbeiten.“ 

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