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Air Berlin Unternehmen werben um Air-Berlin-Mitarbeiter

Vor allem die Deutsche Bahn ist gezielt an bisherigen Mitarbeitern von Air Berlin interessiert.

Air Berlin
Wohin die Reise geht, wissen viele der Beschäftigten noch nicht. Foto: rtr

Während auf Führungsebene die Gespräche über den Verkauf der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin bald abgeschlossen sind, suchen viele der rund 1250 Mitarbeiter weiter eine Beschäftigung nach Einstellung des Betriebs Ende Oktober. Unternehmen aus der Region wollen diese Situation nutzen, um aktiv Fachkräfte anzuwerben. Dafür veranstaltet die Airline am Dienstag und Freitag dieser Woche Jobmessen in ihrer Konzernzentrale in Berlin, auf der große deutsche Unternehmen wie der Chemiekonzern BASF, der Onlineversandhändler Zalando und der Schienenfahrzeugbauer Stadler Pankow vertreten sind.

Ein Großteil der Piloten und Stewardessen wird wohl bei dem Unternehmen unterkommen, das nach den Verhandlungen den Zuschlag für die Übernahme der Fluglinie bekommt. Aller Voraussicht nach wird dies die Lufthansa sein. Konzernchef Carsten Spohr hatte Mitte August bei einer internen Versammlung angekündigt, „möglichst viele Mitarbeiter“ übernehmen zu wollen.

Ein weiterer großer Player im Werben um die Mitarbeiter ist die Deutsche Bahn. Das Verkehrsunternehmen sucht händeringend Lokführer, Zugbegleiter sowie Mechaniker und Elektroniker. „Wir stellen derzeit massenhaft Personal in Service und Technik ein“, sagte ein Konzernsprecher der FR. 10.000 sollen es bundesweit sein. „Weil das Unternehmen grob in der gleichen Branche Verkehr und Logistik tätig ist wie wir, suchen wir gezielt bisherige Mitarbeiter von Air Berlin“, so der Bahn-Sprecher.

Die Anforderungen seien schließlich ähnlich: Stewardessen, die seit Jahren in der Kabine Fluggäste betreuten, so die Bahn, könnten ebenso als Zugbegleiter arbeiten. Gleiches gelte für Flugzeugmechaniker. Wer ein Flugzeug anständig warten könne, sei nach kurzer Weiterbildung auch geeignet, Züge, Schienen und Oberleitungen instand zu halten. Auch Quereinsteiger, die den Beruf des Lokführers lernen wollen würden gerne genommen. Jedem Bewerber müsse aber klar sein, dass er höchstwahrscheinlich nicht im exakt gleichen Beruf weiterarbeiten kann wie bisher.

In der Unternehmensverwaltung wie IT, Buchhaltung oder Marketing dagegen gebe es nur wenig freie Stellen. Die Kandidaten für die Stellen in Service und Technik stehen offenbar schon Schlange. Wie der Bahn-Sprecher sagte, hätten sich gleich in den ersten Stunden der Jobmesse Dutzende Bewerber gemeldet.

Auch der Berliner Autobahn-Maut-Eintreiber Toll Collect hat ein positives Fazit nach der Jobmesse gezogen. Wie ein Unternehmenssprecher sagte, hätten sich viele Interessenten für Jobs in der Verwaltung gemeldet. Der Berliner Senat will unterdessen bisherige Air-Berlin-Angestellte vor allem aus der Verwaltung in den Landesdienst überführen.

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