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Abgas-Affäre Scheuer droht Daimler mit Milliarden-Bußgeld

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer droht dem Autobauer Daimler dem „Spiegel“ zufolge mit einer Strafe über 3,75 Milliarden Euro.

01.06.2018 16:10
Daimler-Chef Zetsche
Daimler-Chef Dieter Zetsche ist am 28. Mai auf dem Weg ins Verkehrsministzerium. Foto: Kay Nietfeld

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat dem Autobauer Daimler nach neuen Abgas-Vorwürfen einem „Spiegel“-Bericht zufolge mit Bußgeldern gedroht.

Das Nachrichtenmagazin meldete am Freitag ohne Angabe von Quellen, Scheuer habe bei einem Treffen mit Daimler-Chef Dieter Zetsche am Montag den Verdacht geäußert, dass in 750.000 Mercedes-Fahrzeugen ein unzulässiges Abgasreinigungs-System eingebaut sei. Pro Fahrzeug könne er bis zu 5000 Euro berechnen. Der „Spiegel“ schrieb, Scheuer habe Daimler mit einem Ordnungsgeld von 3,75 Milliarden Euro gedroht.

Die genaue Zahl der bei Daimler von den Abgas-Vorwürfen betroffenen Autos soll allerdings noch ermittelt werden. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums wollte sich nicht konkret zum Thema Bußgelder äußern. Er sagte, nach dem Treffen zwischen Scheuer und Zetsche stehe der konkrete Fahrplan. „Wir haben die Klärung der hochkomplexen technischen Fragen vereinbart. Daran arbeiten alle Beteiligten derzeit mit Hochdruck.“

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte bei einem Modell des Kleintransporters Mercedes-Vito eine unzulässige Abgastechnik festgestellt, Daimler widerspricht dem aber. Betroffen sind weltweit 4900 Fahrzeuge, darunter gut 1370 in Deutschland.

Das Ministerium hatte Daimler am Montag eine Frist von zwei Wochen gesetzt, um Klarheit über das Ausmaß möglicher Manipulationen zu bekommen. Scheuer hatte sagte nach einem Gespräch mit Zetsche gesagt, Ziel sei, die genaue Zahl der betroffenen Modelle zu ermitteln. (dpa) 

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