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X-Games in München Spektakel, Spektakel, Spektakel

In München beginnen am Donnerstag die X-Games. Das Spektakel der Action-, Trend- und Funsportler macht zum ersten Mal in Deutschland Station. Das Sagen hat der US-Sender ESPN.

25.06.2013 23:40
Premiere in München: Bei den X-Games geht es meistens spektakulär zu. Foto: imago sportfotodienst

In München beginnen am Donnerstag die X-Games. Das Spektakel der Action-, Trend- und Funsportler macht zum ersten Mal in Deutschland Station. Das Sagen hat der US-Sender ESPN.

Schneeschaufel-Rennen war mal im Programm. Auch Bungee-Springen, Sky-Surfen oder Barfuß-Wasserskispringen gehörten schon zu den Disziplinen, in denen sogar Medaillen in Gold, Silber und Bronze vergeben wurden. Bei den X-Games gab und gibt es alles, was nur halbwegs nach Sport aussieht und ein Spektakel verspricht.

In München, wo das Action-Spektakel ab Donnerstag zum ersten Mal in Deutschland Station macht, geht es nicht ganz so abgefahren zu. Die Show aber, die soll trotzdem stimmen.

Die X-Games gibt es seit 1995. Erfunden hat sie der TV-Sender ESPN (Entertainment and Sports Programming Network), zunächst, um mit Skateboardern, Motocrossern oder BMX-Fahrern sein Programm zu füllen.

Bis zu 100.000 Besucher erwartet

Zwei Jahre später wurden Winter-X-Games eingeführt, wieder ein Jahr später begann schon die Expansion, zunächst nach Asien. Im Jahr 2010 kam im französischen Tignes die zweite Winter-Station dazu. Mit Beginn dieses Jahres gibt es jetzt sechs Austragungsorte - München hat mit ESPN einen Vertrag bis 2015.

Die X-Games gelten als eine Art Olympische Spiele für Action-, Trend und Funsportarten, daher ist es passend, dass sie in München im Olympiapark stattfinden. Ralph Huber, Chef des Olympiaparks, hat das freilich auch ziemlich gesundheitsgefährdende Spektakel als die "größte Veranstaltung seit Olympia 72" auf dem Gelände genannt, bis zu 100.000 Besucher werden erwartet. Der Olympiapark, einst für die Jugend der Welt gebaut, wird ihr erneut überlassen - diesmal "dem Zeitgeist entsprechend", wie Huber hervorhebt.

Weltpremiere in München

München hat sich bei ESPN beworben, als der Sender weltweit auf Expansionskurs gehen wollte, der Olympiapark muss ja Umsatz machen. Drei Millionen Euro beträgt der Veranstaltungsetat, wie viel zudem ESPN in die X-Games steckt, verliert sich in den Weiten des großen Disney-Konzerns, zu dem der Sender gehört. Eines allerdings ist mal ganz klar: "Dies ist unsere Show", sagt Amy Lupo. Sie vertritt ESPN in München und ist damit die Chefin von allem. Insgesamt hat allein der Sender rund 1000 Mitarbeiter in München vor Ort.

ESPN bestimmt alles: das Programm, die Teilnehmer, die Regeln. Die X-Games in München erleben neben diversen Disziplinen für die Skateboarder, BMX-Fahrer, Motocrosser und Rallycross-Piloten daher eine Weltpremiere - Mountainbike-Slopestyle, was so viel heißt wie: mit dem Mountainbike bergab über einen Hindernisparcours fahren.

In München gebe es ja eine "riesige Mountainbike-Community", sagt Amy Lupo, "und wir wollen uns weiterentwickeln." München passt gut ins große Ganze: "Europa ist ein wichtiger Markt für uns."

Nur vier deutsche Starter

In München werden so viele Medaillen vergeben wie noch nie bei X-Games, "ich nenne das hier unsere Super-X-Games", sagt Amy Lupo mit ansteckender Fröhlichkeit. Die besten Chancen der insgesamt nur vier festen deutschen Starter hat Steffi Laier aus Dielheim, die im "Motocross Enduro X" starten darf - sie war immerhin schon viermal Weltmeisterin.

Eingeladen wurden außerdem Maria Franke (Zeitz) und Andreas Lettenbichler (Kiefersfelden/beide Motocross) sowie Peter Henke (Ingelheim) für den Mountainbike-Wettbewerb. (sid)

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