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Volleyball Trotz 3:0 droht Olympia-Aus

Die deutschen Volleyballerinnen gewinnen ihr letztes Gruppenspiel bei der Olympia-Qualifikation deutlich - trotzdem droht das Aus. Durch den klaren Sieg der Niederlande gegen die Türkei werden höchstwahrscheinlich die zwei Siege nicht für das Halbfinale reichen.

07.01.2016 06:28
Margareta Kozuch am Netz. Foto: AFP

Margareta Kozuch und ihre Kolleginnen konnten es nicht fassen. Nach dem eigenen klaren 3:0 (25:16, 25:14, 25:17) im letzten Gruppenspiel der Olympiaqualifikation mussten die deutschen Volleyballerinnen in der Baskent-Volleyballhalle von Ankara mit ansehen, wie Rivale Niederlande den zuvor unbezwungenen Gastgeber Türkei ebenfalls deutlich mit 3:0 besiegte und so die eigenen Rio-Hoffnungen auf ein Minimum schrumpften. Die «Oranje»-Damen können nun am Donnerstag (15.30 Uhr) mit einem Sieg gegen Kroatien noch an Deutschland vorbeiziehen; die Türkinnen stehen bereits im Halbfinale.

Die Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski dominierte die Kroatinnen klar. «Wir haben heute sehr konzentriert gespielt und waren taktisch gut eingestellt. Wir haben das auf dem Feld dann auch zu fast 100 Prozent umgesetzt gegen eine Mannschaft, die sehr große Namen dabei hat. Wir können in den Spiegel gucken», resümierte Koslowski. Besonders bitter: Die Niederlande, die der Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) zum Auftakt mit 2:3 unterlegen war, kann nun mit ihrem zweiten Sieg im Rennen um das Olympia-Ticket nach Rio de Janeiro bleiben. Nur der Turniersieger qualifiziert sich direkt. Der Zweite und Dritte bekommen noch eine weitere Chance.

Die deutsche Mannschaft hatte sich von der wohl letztlich entscheidenden 1:3-Niederlage gegen die Gastgeber am Vortag nicht lange beeindrucken lassen und sich schnell wieder auf die nächste Aufgabe konzentriert. Entsprechend fokussiert ging sie von Beginn an zu Werke. Koslowski nominierte die gleiche Startformation wie bei den beiden Spielen zuvor, und diese setzte angeführt von Spielführerin Kozuch die Kroatinnen von Beginn an mit variablem Spiel unter Druck.

So führte der EM-Zweite von 2011 und 2013 den gesamten ersten Durchgang über mit bis zu zehn Punkten. Im dritten Durchgang lagen die deutschen Damen zwar 1:6, zurück. In einer Auszeit gelang es Koslowski, sein Team wieder etwas besser in die Spur zu bekommen. Am Ende wird es nichts mehr nutzten, es sei denn, die Niederlande stolpern noch über Außenseiter Kroatien. Ansonsten werden die «Schmetterlinge» zum dritten Mal nacheinander Olympia verpassen. (dpa)

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