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Klarstellung IOC: Geldstrafen bei Dopingvergehen nichts Neues

20.09.2017 17:48
IOC
Ein IOC-Sprecher erklärte, dass es noch keinen Beschluss über mögliche Strafen gegen Russland gebe. Foto: Hannibal Hanschke

Das Internationale Olympische Komitee hat zurückgewiesen, dass der jüngste Beschluss zu Geldstrafen bei Doping im Zusammenhang mit dem russischen Betrugsskandal steht.

Wie ein Sprecher in Lausanne erklärte, sei die Entscheidung der IOC-Vollversammlung in Lima nur eine Klarstellung gewesen. Das IOC habe schon immer die Möglichkeit gehabt, Geldbußen bei Doping zu verhängen. Nun sei das auch in der olympischen Charta festgeschrieben. Die Charta ist eine Art Grundgesetz der olympischen Bewegung.

Das IOC verwies in diesem Zusammenhang auf den Fall, als gegen Österreich 2007 wegen Dopings bei den Winterspielen in Turin 2006 eine Geldstrafe in Höhe von einer Million Dollar ausgesprochen worden war. Sechs österreichische Biathleten und Langläufer waren erwischt worden.

Der Beschluss der Vollversammlung in der peruanischen Hauptstadt weckte Spekulationen, das IOC könnte Russland so einen Weg öffnen, sich aus dem Dopingskandal bei den heimischen Winterspielen 2014 in Sotschi freizukaufen. Es gibt Forderungen, Russland von den Winterspielen 2018 in Südkorea auszuschließen.

Wie der Sprecher weiter erklärte, gibt es noch keinen Beschluss über mögliche Strafen gegen Russland. Das IOC geht weiter davon aus, rechtzeitig vor den Spielen im südkoreanischen Pyeongchang vom 9. bis 25. Februar Ergebnisse der eigenen Untersuchungen zu haben und dann über Sanktionen zu entscheiden.

Der kanadische Rechtsprofessor Richard McLaren hatte im Auftrag der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) 2016 zwei Berichte vorgelegt. Darin sammelte er Beweise für systematisches und staatlich gedecktes Doping in Russland. McLaren kam zu dem Schluss, dass zwischen 2011 und 2015 mehr als 1000 russische Sportler in dieses System verstrickt waren. Russland weist die Vorwürfe zurück.

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