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Tour de France Etappensieg für Sagan - Thomas weiter in Gelb

1. UpdateWeltmeister Peter Sagan hat die 13. Etappe der 105. Tour de France gewonnen. Das Gelbe Trikot verteidigt der Brite Geraint Thomas erfolgreich.

20.07.2018 17:39
Tour de France - 13. Etappe
Sagan gewinnt die 13. Etappe der Tour. Foto: dpa

John Degenkolb mobilisierte die letzten Kraftreserven, gegen die Übermacht des Weltmeisters war der letzte deutsche Top-Sprinter bei der 105. Tour de France aber schlichtweg wehrlos. „Peter Sagan ist ein Ausnahmefahrer“, sagte Degenkolb anerkennend, nachdem er im Zielsprint der 13. Etappe nach Valence ohne Chance geblieben war.

Sagan, immer wieder Sagan. Bereits zum dritten Mal gewann der Slowake vom deutschen Team Bora-hansgrohe am Freitag eine Etappe der Tour 2018. Am ersten Renntag nach den für die Sprint-Elite folgenreichen Alpen-Strapazen verwies er mit einer Energieleistung den Norweger Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) und Arnaud Demare aus Frankreich (Groupama-FDJ) auf die Plätze.

Degenkolb (Gera/Trek-Segafredo), Gewinner der neunten Etappe nach Roubaix, wurde Vierter. „Es hat nicht viel gefehlt“, sagte Degenkolb: „Aber so viel, dass es nicht zum Podium gereicht hat. Die Beine waren heute recht schwer.“

Auch Sagan hatte am Donnerstag nach dem Höllenritt nach L‘Alpe d‘Huez über den „extrem harten“ Tagesabschnitt geklagt, ließ sich davon am Freitag aber wenig anmerken. Sagan zog auf den letzten Metern noch an Kristoff und Demare vorbei.

„Es war vielleicht ein bisschen spät. Ich habe versucht, mich nach vorne zu bringen und an Kristoffs Hinterrad zu bleiben. Ich bin froh, dass es geklappt hat“, sagte Sagan.

Der 28-Jährige baute mit seinem neuerlichen Triumph zugleich die ohnehin komfortable Führung in der Punktewertung aus. Der sechste Gewinn des Grünen Trikots ist ihm kaum noch zu nehmen. „Es ist jetzt einfach wichtig, nach Paris zu kommen. Es wäre schön, dort zu gewinnen. Aber es kommen noch viele harte Tage“, sagte Sagan.

Im Gelben Trikot fährt weiter Geraint Thomas. Der Brite, nominell die Nummer zwei im Sky-Team von Titelverteidiger Chris Froome, musste nach zuletzt zwei hart erkämpften Etappensiegen vergleichsweise wenig Energie für einen weiteren Tag im Maillot jaune investieren. „Es war deutlich angenehmer“, sagte Thomas. Er führt in der Gesamtwertung weiter mit 1:39 Minuten Vorsprung auf Froome.

In den Finalsprint griffen einige Top-Fahrer gar nicht mehr ein. Die deutschen Etappenjäger Marcel Kittel und Andre Greipel, aber auch Ex-Weltmeister Mark Cavendish sowie die zweimaligen Etappensieger Fernando Gaviria und Dylan Groenewegen hatten ihre Tour-Teilnahme in den Alpen unfreiwillig beendet.

Kittel und Cavendish waren am Mittwoch aus dem Zeitlimit gefallen, Greipel und Co. stiegen am Donnerstag auf dem Weg nach L‘Alpe d‘Huez in den Besenwagen. Die fordernde Streckenführung im Hochgebirge sorgte für Kritik.

Für Andre Greipel war es zu viel

„Ich weiß aus Erfahrung, dass man nach Paris-Roubaix drei, vier Tage Ruhe haben möchte. Der Körper hat überall Erschütterungen, egal, ob man gestürzt ist oder nicht. Und danach fährt man drei Alpenetappen mit 13.000 Höhenmetern. Für mich ist dieses Spektakel zu viel gewesen in diesem Jahr“, sagte Greipel am Freitag im ZDF-Morgenmagazin.

Sagan hatte am Donnerstagabend zwar Ziel und Zeitlimit erreicht, fürchtete anschließend aber „Chaos“ in den verbleibenden Massenankünften. Am Freitag sah er sich bestätigt. „Nicht mehr viele Teams wollen jetzt noch einen schnellen Sprint fahren. Es sind ziemlich verrückte Sprints, aber das ist schon okay“, sagte er.

Am Samstag beginnt schon die nächste Kletterei. Die 14. Etappe startet am Samstag in Saint-Paul-Trois-Chateaux und streift bei der Zielankunft nach 188 km in Mende das südliche Zentralmassiv. Vier Bergwertungen, von denen keine die zweite Kategorie überschreitet, machen die Etappe für Ausreißer attraktiv. (SID)

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