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Verrücktes Fußball-Jahr Videochaos, Terror-Angst und Rekord-Transfer

Lahm-Rückritt, XXL-WM, Stögers Blitz-Comeback, die Rückkehr von Rentner Heynckes, Neymars Weltrekord-Wechsel, Hans Schäfers Tod, Schweinsteigers Auswanderung, der Anschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus - das Fußball-Jahr 2017 hatte es in sich.

26.12.2017 14:00
Von Ulrike John, dpa
Rekordmann
Für 222 Millionen Ablöse wechselte Superstar Neymar vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain - der bisherige Rekordtransfer der Fußball-Geschichte! Foto: Kamil Zihnioglu

Langeweile ist etwas anderes: Das Fußball-Jahr 2017 war auch ohne Weltmeisterschaft ein ungemein ereignisreiches. Die Deutsche Presse-Agentur blickt zurück auf Bewegendes, Skandalöses, Unfassbares und Historisches:

JANUAR

Monokultur: Cristiano Ronaldo ist „Weltfußballer des Jahres“. Seit neun Jahren geht die höchste Auszeichnung der FIFA an den Portugiesen oder an Argentiniens Superstar Lionel Messi. Ronaldos Sohn Cristiano Junior schwärmt aber für Messi.

Multikultur: Das Council des Weltverbandes winkt die XXL-WM durch. Die Teilnehmerzahl wird von 32 auf 48 Teams von 2026 an erhöht. Fast die ganze Welt zu Gast bei Freunden.

Tragödie: Fast die ganze Mannschaft des brasilianischen Clubs AF Chapecoense war gestorben, als ihr Flugzeug auf dem Weg zum Finale um den Südamerika-Cup abstürzte. Im Januar kommen die Überlebenden Torwart Jackson Follmann, im Rollstuhl, Neto und Alan Ruschel bei einem Benefizspiel mit dem neuformierten Team wieder aufs Spielfeld.

FEBRUAR

Abgang: Philipp Lahm kündigt sein Karriereende an: „Ab Sommer bin ich Privatier.“ Der schlaue Weltmeister wird aber nicht Sportdirektor beim Rekordmeister, wo Uli Hoeneß wieder an der Schaltzentrale sitzt.

Leere Hütte: Borussia Dortmund gewinnt 3:0 gegen den VfL Wolfsburg - vor der gesperrten und gähnend leeren Südtribüne. Zur Strafe für die skandalösen Vorfälle am Rande des Heimspiels gegen RB Leipzig. „Das sind schreckliche Bilder“ - sagt BVB-Boss Jans-Joachim Watzke.

MÄRZ

Spiel des Jahres (I): Der FC Barcelona fegt Paris Saint-Germain im Achtelfinale der Champions League mit 6:1 vom Platz und macht damit das 0:4 aus dem Hinspiel wett. Drei Tore fallen von der 88. Minute an. Der Barça-Brasilianer Neymar geht trotzdem im Sommer zu PSG.

Auswanderer: Bastian Schweinsteiger wechselt zu Chicago Fire in die amerikanische Major League Soccer. Der Weltmeister muss Werbung für seinen Sport machen und sagt: „Ihr habt hier ein sehr gutes Baseballteam, eine sehr gute Eishockeymannschaft und ein sehr gutes American-Football-Team. Hoffentlich habt ihr auch bald eine sehr gute Fußballmannschaft.“

APRIL

Triple weg, Double futsch: Der FC Bayern fliegt aus der Champions League (gegen Real Madrid) und aus dem DFB-Pokal (gegen Borussia Dortmund). Zum Trost gibt's am Saisonende wenigstens den fünften Meistertitel in Serie, auch wenn die „Süddeutsche Zeitung“ zwischendurch eine neue „Mia-san-ich“-Mentalität ausmacht.

Schock: Vor dem Champions-League-Spiel gegen AS Monaco gibt es einen Anschlag mit drei Sprengsätzen auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund. Der spanische Profi Marc Bartra und ein Polizist werden verletzt. Gegen einen Deutsch-Russen, der einen Kurssturz der BVB-Aktie erzwingen wollte, wird Anklage erhoben.

MAI

Trauerflor: Nur zwei Tage nach dem furchtbaren Anschlag von Manchester mit 22 Toten gewinnt Manchester United mit einem 2:0 gegen Ajax Amsterdam die Europa League. „Wir haben für die Leute gespielt, die gestorben sind“, sagt Torschütze Paul Pogba. Die Champions League gewinnt auch ein Deutscher: Toni Kroos mit Real Madrid.

Krawallkurs: Fans von Dynamo Dresden nutzen das Zweitliga-Spiel beim Karlsruher für einen bizarren Auftritt. Komplett im Military-Look erklären sie dem DFB den „Krieg“.

Abstiegskrampf: Der Hamburger SV, der „Dino“ der Bundesliga, rettet sich mal wieder - mit einem Last-Minute-Treffer von Luca Waldschmidt gegen den VfL Wolfsburg. Der VW-Club übersteht die Relegation mit zwei 1:0-Siegen gegen Eintracht Braunschweig.

Misstöne: Tausende von Fans pfeifen Schlagerstar Helene Fischer bei ihrem Halbzeit-Auftritt während des Pokal-Endspiels in Berlin aus. Zuviel Show! Der DFB räumt später ein, dass das keine gute Idee war.

JUNI

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