Lade Inhalte...

Formel 1 Rennen am Nürburgring steht auf der Kippe

Rückschlag für die Formel-1-Zukunft am Nürburgring: Die Pächter des Rings brechen die seit Monaten dauernden Verhandlungen mit den Insolvenzverwaltern ab.

14.11.2012 08:44
Rückschlag: Das Formel-1-Rennen am Nürburgring steht für das Jahr 2014 auf der Kippe. Foto: dapd

Die Austragung des deutschen Formel-1-Rennens 2013 auf dem Nürburgring ist in weite Ferne gerückt. Die privaten Pächter des Rings, die Nürburgring Automotive GmbH (NAG), haben die monatelangen Verhandlungen mit den Insolvenzverwaltern ebenso abgebrochen wie die Gespräche über die Durchführung des Großen Preises von Deutschland am 14. Juli kommenden Jahres. Dies berichtete am Dienstag die Rhein-Zeitung unter Berufung auf Aussagen von Karl-Heinz Steinkühler, dem Sprecher der NAG.

Wie es am Nürburgring weitergeht, sei völlig offen. Angesichts der Probleme der Traditionsstrecke hatte der Hockenheimring bereits vor Wochen Bereitschaft signalisiert, das Rennen 2013 durchzuführen. Eigentlich wäre man turnusgemäß erst 2014 wieder an der Reihe. Ausschlaggebend für das Ende der Verhandlungen war die Absicht der Insolvenzverwalter, die NAG nun doch nicht mit einem Managementvertrag bis 2014 auszustatten. Demnach hätten deren Gesellschafter Jörg Lindner und Kai Richter sowie weitere leitende Angestellte für die Übergangszeit die Geschäfte am Ring im Auftrag weitergeführt. Davon sahen die Sanierer nun offenbar ab mit der Begründung, dass es für einen solchen Vertrag keinen Rückhalt gebe.

Langwieriger Rechtsstreit droht

Das Land Rheinland-Pfalz und die Pächter streiten über Pachtzahlungen. Nach der Insolvenz der nahezu landeseigenen Nürburgring GmbH hatten die Ring-Sanierer die Verhandlungen übernommen. Deren Sprecher Pietro Nuvoloni gibt die Hoffnung nicht auf. Der Rhein-Zeitung sagte er: „Wenn die Pächter an den Verhandlungstisch zurückkehren wollen, ist unsere Tür nicht verschlossen.“

Sollten beide Parteien nicht mehr zusammenkommen, droht ein langwieriger Rechtsstreit mit unkalkulierbaren Folgen für den Eifelkurs. Die anliegenden Verfahren - eine Klage auf Räumung und auf die ausstehende Pacht - dürften wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Die NAG hat angekündigt, entsprechende Schriftstücke einzureichen, um dagegen vorzugehen. Weitere Konsequenz eines möglichen Scheiterns: Die privaten Pächter werden den Ring vorerst nicht räumen. (sid)

Zur Startseite

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Kontakt
  • Wir über uns
  • Impressum