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Handball-EM Handballerinnen heiß auf „Endspiel“ gegen Tschechien

Verlieren verboten: Nach der empfindlichen Pleite gegen Rumänien stehen die deutschen Handballerinnen vor einem „Endspiel“ um den Hauptrundeneinzug gegen Tschechien.

04.12.2018 12:56
Handball-EM
Gegen Rumänien lief für die deutschen Handballerinnen nicht alles nach Wunsch. Foto: dpa

Die Spielerinnen sind heiß auf die Hauptrunde, der Trainer fordert „vollen Fokus“ auf das „Endspiel“: Am Tag nach dem schmerzhaften Dämpfer gegen Rumänien schalteten die deutschen Handballerinnen in den K.o.-Modus.

„Wir haben 2:2-Punkte und alles in der eigenen Hand“, sagte Bundestrainer Henk Groener vor dem Showdown ums Weiterkommen gegen Tschechien am Mittwoch (18.00 Uhr/Eurosport und Sportdeutschland.tv): „Das wird ein Finale. Wir wollen in die Hauptrunde.“ Der empfindliche Rückschlag gegen Rumänien (24:29) sei abgehakt, „wir sind noch immer in einer sehr guten Position“.

Und doch ist die Ausgangslage gefährlich, beim Vorrunden-Abschluss gilt: Verlieren verboten! Ansonsten droht der jungen deutschen Mannschaft das jähe Ende ihres EM-Abenteuers, das mit dem Sensationscoup gegen Titelverteidiger Norwegen (33:32) so famos begonnen hatte.

Ein mögliches Vorrunden-Aus war im Teamhotel Escale Oceania am Dienstag in Brest allerdings kein Thema. „Wir haben jetzt noch einen zweiten Matchball für die Hauptrunde, den wir verwandeln werden“, sagte Rückraumschützin Emily Bölk. Klar ist: Holt die junge deutsche Mannschaft gegen den WM-Viertelfinalisten Tschechien mindestens ein Remis, steht sie in der Hauptrunde. Das Minimalziel wäre erreicht. „Wir gehen voll auf Sieg!“, versprach Bölk.

Die kniffelige Ausgangslage haben sich Bölk und Co. selbst zuzuschreiben. Gegen den EM-Fünften Rumänien vergab die DHB-Auswahl ihren ersten Matchball kläglich, das mit sechs Turnier-Debütantinnen gespickte Team zahlte am Montagabend reichlich Lehrgeld.

„Wir haben gemerkt, dass wir noch nicht so weit sind, die einfach so zu schlagen“, sagte Groener im ZDF-Morgenmagazin. Die Mannschaft entwickle sich, habe aber auch gemerkt, „dass es nicht von alleine kommt. Jetzt geht es darum, die Lehren aus diesem Spiel zu ziehen und mit viel Selbstvertrauen in das Spiel gegen Tschechien zu gehen.“

Tschechien gilt wie das deutsche Team als sportliche Wundertüte. Zum Auftakt unterlag der EM-Zehnte Rumänien nur knapp (28:31), am Montagabend setzte es dann eine herbe 17:31-Pleite gegen Norwegen. Und so geht das deutsche Team als Favorit in die Partie.

„Wenn ich sagen würde wir hätten keinen Druck, dann wäre das gelogen“, sagte Rechtsaußen Ina Großmann: „Wir wissen, bei Sieg wäre es richtig geil, bei einer Niederlage richtig scheiße.“

Warum es das deutsche Team in die Hauptrunde nach Nancy schafft? „Weil wir eine coole Truppe sind, Moral und Kampfgeist haben und das gegen Tschechien auf die Platte bringen.“ (sid)

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