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Handball-Bundesliga Flensburg weiter makellos - Auch Verfolger siegen

Handball-Meister Flensburg bleibt in der Bundesliga das Maß der Dinge. In Leipzig wenden die Norddeutschen erst in der Schlussphase die erste Saison-Niederlage ab. Das Verfolgertrio bleibt mit Siegen am Spitzenreiter dran.

21.10.2018 18:26
Von Eric Dobias, dpa
Rhein-Neckar Löwen - Füchse Berlin
Jannik Kohlbacher (l.) war bester Werfer der Löwen. Foto: Uwe Anspach

Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt hat seine makellose Tabellenführung in der Handball-Bundesliga verteidigt. Nach einem 21:20-Zittersieg beim SC DHfK Leipzig geht der Meister mit 20:0 Punkten als Spitzenreiter vor dem SC Magdeburg (20:2) in die Länderspielpause.

„Wir haben uns 60 Minuten quälen müssen und waren am Ende der glückliche Sieger“, räumte Flensburgs Trainer Maik Machulla ein. „Momentan fehlt uns die Lockerheit. Wir agieren verkrampft, weil wir die Serie unbedingt halten wollen.“ Magnus Jondal war mit sieben Toren bester SG-Schütze, für Leipzig traf Philipp Weber neunmal.

Der Verfolger aus Magdeburg landete gegen den HC Erlangen einen lockeren 31:25 (14:9)-Sieg, zu dem Nationalspieler Matthias Musche 16 Tore beitrug. „Ich versuche nur, meinen Job zu machen“, sagte der mit 107 Treffern derzeit beste Schütze der Liga. „Das klappt momentan ganz gut.“

Tabellendritter bleibt Rekord-Champion THW Kiel (18:4) nach einem 31:25 gegen den VfL Gummersbach. „Wir haben das wieder sehr gut durchgezogen“, stellte Rückraumspieler Nikola Bilyk nach dem siebten Sieg in Serie fest. Der Österreicher war gemeinsam mit Niclas Ekberg (beide 6 Tore) bester THW-Werfer.

Auf Rang vier folgt Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen (15:3), der den von akuten Personalproblemen geplagten EHF-Cup-Gewinner Füchse Berlin mit 28:25 bezwang. Dabei tat sich der Pokalsieger aber schwerer als erwartet. „Wir leisten momentan nicht das, was wir leisten wollen. Das trübt die Stimmung“, kritisierte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen. Beste Werfer beim Sieger waren Jannik Kohlbacher und Alexander Petersson mit jeweils sechs Toren.

Die vom Verletzungspech verfolgten Berliner, die derzeit insgesamt neun Ausfälle verkraften müssen, mussten kurzfristig auf Kevin Struck, Mattias Zachrisson (beide Bänderriss im Sprunggelenk), Christoph Reißky (Außenbandriss) und Nationalspieler Fabian Wiede (Fußverletzung) verzichten. „Es ist eine extrem schwierige Situation für den Club. Ich habe so etwas in den letzten 20 Jahren weder als Trainer noch als Geschäftsführer erlebt“, sagte Geschäftsführer Bob Hanning vor der Partie zu den jüngsten Ausfällen der Berliner.

Nicht einmal 48 Stunden nach der 24:29-Finalniederlage gegen den FC Barcelona bei der Club-WM in Katar wehrte sich das letzte Aufgebot der Füchse im fünften Pflichtspiel innerhalb von acht Tagen nach Kräften und durfte zehn Minuten vor Schluss beim 21:23 sogar auf eine Überraschung hoffen. „Irgendwann ist der Akku aber leer“, sagte Berlins Torwart Malte Semisch.

(Von Eric Dobias, dpa)

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