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Basketball-Bundesliga Die Nummer eins werden

Die Basketball-Bundesliga sieht „ausgezeichnete“ Rahmenbedingungen für die neue Saison.

Basketball
Der FC Bayern München ist in der Basketball-Bundesliga wieder Favorit. Foto: imago

Alexander Reil hat sich ganz genau angehört, was der Vorstandsvorsitzende der Telekom Timotheus Höttges zu sagen hatte. In der Firmenzentrale des Unternehmens in Bonn hat Höttges am Montag zu seinen Mitarbeitern gesprochen. Thema: Wie bleibt die Telekom Nummer eins in Deutschland.

Die Nummer eins will auch die Basketball-Bundesliga (BBL) in Europa bis 2020 werden und die spanische Liga ACB überholen. Dieses Ziel hat sich die BBL schon vor Jahren gesteckt. Die Rahmenbedingungen, es zu schaffen, sind laut Reil, dem Präsidenten der BBL AG, „ausgezeichnet.“ Beim alljährlichen Tip-Off-Meeting vor dem ersten Saisonspiel zwischen Ulm und Meister Bayern München (Freitag 19 Uhr/Sport1) der BBL-Geschäftsführer, Sponsoren und Medien im Erdgeschoss des Telekommunikationsunternehmen sah Reil immer noch ein großes Wachstumspotenzial im Basketball.

FC Bayern als Topfavorit

Um das auszuschöpfen, hat die Liga die Standards erhöht. Das Eigenkapital der Klubs musste in dieser Saison von 100 000 auf 250 000 Euro erhöht werden. Ab der Saison 2019/20 müssen die Klubs einen Etat von mindestens drei Millionen Euro vorweisen. Eine hohe Hürde, gerade für die kleineren Standorte wie Weißenfels, Crailsheim oder Vechta. „Ich finde die Normen und Regeln treiben einen an. Wir haben davor keine Angst“, sagte Stefan Niemeyer, Präsident von Aufsteiger Rasta Vechta.

Zudem kommt ein neuer Pokalmodus der 16 Bundesligisten ohne die Aufsteiger, an deren Ende der Sieger bis zu 750 000 Euro einnehmen kann. Und das erste Mal in der Geschichte der BBL werden die Klubs sogar eine erkleckliche Summe aus dem neuen TV-Vertrag mit der Telekom einnehmen, die bereits im April ihren Kontrakt um fünf Jahre verlängert hatte. Genauso wie Free-TV-Anbieter Sport1, der bis zu 47 Partien live zeigen wird.

Etwas Unmut über das Transfergebaren einiger BBL-Konkurrenten, äußerte Wolfgang Grube, der Geschäftsführer der Eisbären Bremerhaven. „Wir müssen über Ablösesummen reden und über einen Ehrenkodex.“ Kürzlich sei ein Jugendspieler, der acht Jahre lang im Klub ausgebildet wurde, von Bamberg abgeworben worden, „ohne das einer mal mit uns gesprochen hätte.“ Bei der heutigen Ligasitzung will Grube das Thema noch mal ansprechen.

Natürlich war auch die Nationalmannschaft ein Thema, die sich vergangene Woche für die WM 2019 in China qualifiziert hatte. Was die Klubverantwortlichen gestört hat, war die Abstellung ihrer Nationalspieler mitten in der Saisonvorbereitung. Den Rahmenterminkalender mit Spielen eine Woche vor Saisonstart hat die Fiba von oben bestimmt. „Der Zwist, der auf dem Rücken der Klubs ausgetragen wird, ist kontraproduktiv für die Sportart“, sagte Alexander Reil und forderte die Verantwortlichen auf, eine Lösung zu finden.

Als Topfavorit geht der FC Bayern München in die Saison. Der Titelverteidiger und Pokalsieger hat den größten und qualitativ am besten besetzten Kader. Und mit rund 20 Millionen Euro den höchsten Etat. Den brauchen die Bayern auch, um in der Euroleague, der Königsklasse des europäischen Basketballs, mithalten zu können. „Für uns ist es das erste Jahr in diesem Modus, das wird eine ganz große Herausforderung“, sagte Bayern-Geschäftsführer Volker Stix.

Als ärgste Konkurrenten gehen Vizemeister Alba Berlin und Bamberg in die neue Spielzeit. Um dem FC Bayern München den Rang als Nummer eins wirklich streitig zu machen, muss aber viel zusammenpassen.

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