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United Volleys Volleys ziehen ins Halbfinale ein

Trainer Warm freut sich über „geiles Spiel“.

Immer wieder reckte Michael Warm triumphierend die Faust in die Höhe. Die Freude über das, was der Trainer der United Volleys Rhein-Main am Sonntagnachmittag von seiner Mannschaft sah, konnte und wollte der 50-Jährige nicht verhehlen. Der souveräne Auftritt der Frankfurter beim entscheidenden Play-off-Duell gegen den TSV Herrsching und die wachsende Gewissheit, dass sie zum dritten Mal hintereinander in das Halbfinale der Volleyball-Bundesliga einziehen würden, befreite auch den erfahrenen Fachmann nach und nach von dem Druck, der zuvor auf dem gesamten Team gelastet hatte.

„So ein geiles Spiel nimmt einen schon mit“, erklärte Warm seine sichtbar gewordenen Emotionen nach dem 3:0 (25:16, 25:20, 25:15) der Volleys vor 1300 Zuschauern in der Ballsporthalle. Der Mannschaft selbst, die ihre Gegenüber bei dem Start-Ziel-Sieg stets im Griff hatte und konsequent ihre Stärken ausspielte, hatte er da nach einem ersten Lob allerdings schon wieder verboten, zufrieden zu sein. Denn in der Runde der besten Vier wartet im Titelverteidiger aus Berlin eine vermutlich noch viel härtere Aufgabe auf die Hessen. Das erste Aufeinandertreffen in der Hauptrunde hatten die Volleys zwar mit 3:2 gegen die Berliner gewonnen, doch erst danach übernahm der frühere Bundestrainer Stelian Moculescu beim schwächelnden Meister das Zepter und ließ ihn erstarken.

Der Gegner hat allerdings Heimrecht im ersten Spiel am kommenden Samstag und auch bei einem möglichen dritten Aufeinandertreffen eine Woche später. Dazwischen steht am 18. April das Duell in der Ballsporthalle auf dem Plan.

„Ich wünsche mir, dass während des Halbfinals Professionalität und Ruhe im Umfeld herrschen und sich alle den Arsch aufreißen, bis Berlin hoffentlich geschlagen ist“, fand Warm am Sonntagabend im Kabinentrakt deutliche Worte. Denn seiner Meinung nach hatte es vor allem rund um das zweite und verlorene Spiel gegen Herrsching ein paar Störfaktoren zu viel gegeben, die von den eigentlichen Aufgaben ablenkten.

Ein paar Problemchen

Dazu gehörten Marketingaktionen wie Filmdrehs, aber auch Vertragsgespräche. Zudem erschwert der Wechsel auf der Position des Co-Trainers die Arbeit. Warms Assistent Jan Kahlenbach kann fast nur noch bei den Spielen unterstützen, nachdem der studierte Mediziner Anfang des Monats eine Stelle am Klinikum Höchst angetreten hat. Sein Nachfolger Thomas Ranner ist noch in Stuttgart verpflichtet und steht seinem Chef nur nachmittags im Training zur Seite.

Immerhin ist der Japaner Issei Otake wieder im Lande, nachdem er am Osterwochenende von seinem asiatischen Arbeitgeber in die Heimat beordert worden war und damit in Bayern nicht als Alternative zu dem dort schwächelnden Australier Lincoln Williams dienen konnte. Gestern jedoch gab es keinen Bedarf, den Linkshänder auszutauschen: Mit 14 Punkten war der Mann mit dem harten Schlag sogar der Topscorer der Partie.

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