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United Volleys United Volleys sorgen für gute Ausgangslage

Frankfurter schlagen Aich/Dob souverän 3:0.

Wieder saß Patrick Steuerwald nur am Spielfeldrand. Seit über einem halben Jahr ist der 125-fache Volleyball-Nationalspieler zum Zuschauen verdammt. Noch immer leidet er unter den Folgen einer Sprunggelenkverletzung aus dem April dieses Jahres. Und noch immer ist nicht klar, wann der Zuspieler wieder für die United Volleys Frankfurt auflaufen kann. „Es gibt immer noch keine genaue Diagnose. Ich suche jetzt den fünften Arzt auf“, sagt der 32-Jährige verzweifelt. An Training ist weiterhin nicht zu denken. Die Zwangspause ist für seine Psyche besonders schwierig, weil er überhaupt nicht absehen kann, wann er wieder gesund sein wird. Und dennoch strahlt Steuerwald nicht nur einen erfrischenden Optimismus aus. Er ist auch weiter ein wichtiger Bestandteil seiner Mannschaft – als Ratgeber.

Besonders vor dem gestrigen Spiel in der Champions League gegen den österreichischen Meister SK Posojilnica Aich/Dob waren seine Tipps gefragt. Denn Steuerwald kennt den Gegner bestens: Er ist im „Zweitberuf“ Co-Trainer der österreichischen Nationalmannschaft. „Alles, was ich über die Österreicher weiß, habe ich versucht, für Frankfurt zu nutzen“, sagte er gestern kurz vor dem Hinspiel in der zweiten Qualifikationsrunde gegen Aich/Dob. Und seine Tipps halfen. Die United Volleys setzten sich trotz einiger Mühen am Ende souverän mit 3:0 (25:21, 25:21, 25:21) durch und schufen sich damit eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel am nächsten Mittwoch (20.25 Uhr) in Klagenfurt. Dort würde den Hessen sogar eine 2:3-Niederlage zum Weiterkommen reichen. Dann würde auf sie in der dritten und letzten Qualifikationsrunde die bislang größte Hürde warten: PAOK Thessaloniki oder Istanbul BBSK. Erst, wenn die Hessen gegen eines der beiden Traditionsteams die Überraschung schaffen, stehen sie in der Gruppenphase.

Die Aussichten, zumindest auch die zweite Runde zu überstehen, sind gut. Spielerisch waren die Frankfurter gestern das bessere Team als Aich/Dob. Im ersten Satz sorgte vor nur 443 Zuschauern eine starke Aufschlagserie von Moritz Karlitzek zum 16:8 für die Vorentscheidung. Danach schlichen sich bei dem Bundesligisten zwar einige Unkonzentriertheiten ein, doch zwei Blocks von Paul Henning zum 23:21 und 25:21 entschieden den zweiten Durchgang. Und im letzten Satz fand neben Lucas van Berkel auch Milija Mrdak seine Präzision beim Schmetterball wieder. 

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