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United Volleys Überzeugender Auftritt der Volleys

Die United Volleys gewinnen erste Viertelfinalpartie 3:1 gegen den TSV Herrsching.

Noch einmal schraubte sich Issei Otake in die Höhe und beförderte mit einem harten Angriffsschlag den Ball auf der anderen Seite des Netzes auf den Boden. Es war der Schlusspunkt des ersten Aktes im Viertelfinale der Volleyball-Bundesliga zwischen den United Volleys Rhein-Main und dem TSV Herrsching, und der Japaner besiegelte damit den „Pflichtsieg“ des Frankfurter Bundesligisten in seinem Heimspiel am Mittwochabend in der Ballsporthalle. Denn viel mehr war der 3:1 (25:19, 25:18, 19:25, 25:15)-Erfolg seiner Mannschaft zum Auftakt der nach dem Modus „Best of Three“ ausgespielten Serie, die über den Einzug in die Runde der besten Vier entscheidet, für Cheftrainer Michael Warm nicht.

Einen Ausrutscher, davon ist der seit Sonntag 50-Jährige überzeugt, hätten die Hessen, bei denen der Rumänie Adrian Aciobanitei mit 18 Punkten bester Scorer war zum wertvollsten Spieler der Partie gekürt wurde, sich nicht erlauben dürfen. Zwar dominierten sie die Partie vor 1100 Zuschauern die meiste Zeit über klar, doch der Fachmann ist überzeugt, dass die diesmal geschlagenen Bayern viel besser spielen können. „Die werden sich jetzt einmal schütteln“ und das dann am Ostersamstag beim zweiten Aufeinandertreffen in ihrem Ausweichquartier in Vilsbiburg beweisen.

Frankfurt rechtzeitig topfit

Eine Ahnung davon, was in dem eigentlich starken Kader vom Ammersee steckt, hatten die Volleys im dritten Durchgang bekommen. Da gelangen ihnen zwei, drei Annahmen zu Beginn des Satzes nicht optimal, und Herrsching zog nicht mehr einholbar davon. Doch schnell hatten sich die Gastgeber, bei denen Warm in dieser Phase Kapitän Sebastian Schwarz für Außenangreifer Moritz Karlitzek und Otake für Diagonalspieler Lincoln Williams aufs Feld schickte, wieder gefangen und fanden zurück zu der hohen Konzentration, mit der sie vom ersten Ballwechsel an überzeugt hatten. „Wir waren heute sehr wach und fokussiert“, erklärte Warm. Bei der Mannschaft seines Kollegen Maximilian Hauser habe er dagegen das Gefühl gehabt, dass den Spielern womöglich noch der am Samstag erst im Tiebreak erzielte Sieg zum Abschluss der Hauptrunde gegen Düren in den Knochen steckte.

Mit einem weiteren Erfolg könnten die Volleys bereits zum dritten Mal hintereinander ins Halbfinale einziehen und würden dort dann wohl wie im Vorjahr dem Meister aus Berlin gegenüberstehen. „Aber wir dürfen jetzt nicht einschlafen, denn mit Routine gewinnen wir gegen so einen Gegner nicht“, warnte Warm. Sollte seinem Team das Nachlegen auf Anhieb nicht gelingen, würde eine dritte Begegnung am 8. April erneut in Frankfurt übers Weiterkommen entscheiden.

Doch der Druck liegt jetzt erst einmal bei Herrsching, und die Frankfurter scheinen nach den vielen Verletzungsproblemen, die sie die Saison über plagten, rechtzeitig zu den K.o.-Spielen topfit zu sein. „Das ist ja meine Aufgabe“, entgegnete Warm. Die überwiegend jungen Spieler monatelang so weiterzuentwickeln und dabei auch hinzunehmen, dass phasenweise „Dinge nicht so laufen“, um dann in den finalen Wochen das Erlernte ausspielen und die gesteckten Ziele erreichen zu können. Das klang ein bisschen danach, als wollte der Coach denen, die zwischenzeitlich kritische Töne angeschlagen hatten, eine deutliche Botschaft senden.

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