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United Volleys Dickes Ausrufezeichen

Die United Volleys überraschen in Berlin und zerlegen den deutschen Meister beim 3:0-Sieg förmlich.

GER 1 VBL BR VOLLEYS VS United Volleys Frankfurt 18 11 2018 Max Schmeling Halle Berlin GER
Frankfurter Jubeltraube: Die Volleys gewinnen in Berlin. Foto: imago

Trainer Stelio DeRocco ballte die Faust, seine Spieler fielen sich jubelnd in die Arme: Nach den starken Auftritten in der Champions-League-Qualifikation haben die United Volleys auch in der Volleyball-Bundesliga ein erstes dickes Ausrufezeichen gesetzt. Die Frankfurter kamen beim deutschen Meister Berlin Volleys zu einem überraschend klaren 3:0 (28:26, 25:22, 25:18) und feierten im vierten Saisonspiel den dritten Sieg. Seit der Auftaktniederlage in Lüneburg kommen die Hessen immer besser in Schwung und deuteten an, in dieser Saison vielleicht in den Titelkampf eingreifen zu können. 

Das ist freilich noch ein langer Weg. Weit reisen muss das Team auch heute: Am Nachmittag fliegen die Frankfurter ins russische Kasan, wo sie am Mittwoch (17 Uhr) beim gastgebenden Titelverteidiger Zenit Kazan in die Gruppenphase der Champions League starten. Und am nächsten Sonntag (16 Uhr) steht zu Hause mit dem deutschen Pokal-Viertelfinale gegen Lüneburg die Revanche für die Liga-Niederlage an. 

Gestern Abend zumindest war DeRocco hochzufrieden. „Ich bin stolz auf die Entwicklung meiner Spieler. Unsere Mission war zu gewinnen, aber wir wussten natürlich auch, was für eine große Mannschaft Berlin ist“, lobte der Volleys-Trainer seine Mannschaft.

6100 Zuschauer in Berlin waren gestern voller Erwartung, zumal das Spitzenduell unter dem Motto „10 Jahre – 10 Highlights“ stand. Denn auf den Tag genau zehn Jahre zuvor fand in der Max-Schmeling-Halle die erste Volleyball-Partie statt. Doch das Jubiläum verlief sportlich nicht nach Wunsch der Gastgeber. Nicht Berlin, sondern Frankfurt trat im Stil einer Spitzenmannschaft auf und düpierte den Meister regelrecht – abgeklärt, variabel, nervenstark. Über die Außen punkteten Milija Mrdak (18 Punkte) und Sebastian Schwarz (7) zuverlässig, über die Mitte kam Moritz Karlitzek (15), in den Blocks überzeugten Lucas van Berkel und Paul Henning, Libero Julian Zenger leistete sich kaum Fehler, und als Zuspieler stellte Adam Kocian den Ex-Frankfurter Jan Zimmermann auf Berliner Seite in den Schatten. 

Umkämpft war der erste Satz. Frankfurt setzte sich über 5:4 auf 14:10 ab, lag dann 19:21 zurück, als Berlins Benjamin Patch aufdrehte, und hatte beim beim 23:21 wieder die Führung übernommen. Karlitzek narrte den Meister mit einem kurzen Aufschlag-Ass zum 24:23. Und mit einem glücklichen Aufschlag-Netzroller zum 28:26 war es dann Paul Henning, der den vierten Satzball verwerte. Im zweiten und dritten Satz gelang den Hessen jeweils frühzeitig eine komfortable Führung.

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