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United Volleys Den zweiten Coup in Folge verpasst

Die United Volleys Frankfurt verlieren nach 2:0-Satzführung gegen Rekordmeister VfB Friedrichshafen.

09 12 2018 ZF Arena Friedrichshafen Volleyball Bundesliga Männer Maenner Normalrunde VfB Fried
Foto: imago

Stelio DeRocco, sportlich-leger gekleidet im grauen Kapuzenpulli, riss schon zu Beginn des zweiten Satzes die Fäuste jubelnd in die Höhe. Der kanadische Trainer spürte, für seine Mannschaft ist ein großer Coup möglich. Doch alle Leidenschaft half letztlich nur bedingt: Die United Volleys Frankfurt verloren gestern das Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga beim deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen trotz 2:0-Satzführung mit 2:3 (25:21, 25:21, 23:25, 18:25, 12:15).

Strittige Szene im dritten Satz

Damit gelang es den Hessen nicht, nach dem 3:0 vor wenigen Wochen bei Meister Berlin den zweiten Überraschungssieg bei einem Titelanwärter einzufahren. Doch für die zwei Satzgewinne in der umkämpften Partie über fast zweieinhalb Stunden wurden die Frankfurter (5.) in der Tabelle immerhin mit einem Punkt belohnt. Friedrichshafen (2.), das bereits zwei Spiele mehr ausgetragen hat, erhielt zwei Zähler. „Das war sehr aufregend. Wir haben ein gutes Spiel gezeigt. Darauf können wir aufbauen“, befand DeRocco. Bis Mitte des dritten Satzes waren seine United Volleys vor 2290 Zuschauern das bessere Team. Sie wirkten stabiler als Friedrichshafen, das sich Wackler bei der Annahme und im Zuspiel leistete. Bis auf 20:14 setzten sich die variablen Gäste ab. In dieser Phase wechselte DeRocco erstmals auch Neuzugang Maksim Buculjevic ein. Der serbische Zuspieler zeigte noch Anpassungsschwierigkeiten, nachdem er erst am Dienstag in Frankfurt eingetroffen war und somit erst wenige Spielsysteme verinnerlichen konnte. 

Wesentlich besser agierte der bisherige Stamm-Zuspieler Adam Kocian, der auch die meiste Zeit auf dem Feld stand. Nach dem gewonnen ersten Satz gelang Volleys-Topscorer Milija Mrdak (23 Punkte) im zweiten Durchgang ein vorentscheidender Block zum 21:19. Im dritten Durchgang war sogar ein glatter Durchmarsch zum 3:0-Sieg für die Frankfurter möglich, als sie nach einem Aufschlag-Ass des wiedergenesenen Moritz Karlitzek (16) mit 19:18 vorne lagen. Dann brachte eine strittige Szene die Wende. 

Ein Schmetterball Mrdaks flog ins Aus, die Frankfurter kritisierten eine Ballberührung eines Friedrichshafeners. Doch Schiedsrichter Molnar Kellenberger gab den Punkt für den VfB: 19:21 statt 20:20 aus Frankfurter Sicht. Und als der Rekordmeister wenig später den dritten Durchgang 25:23 gewonnen hatte, wuchs die Zuversicht im Team von Weltmeister-Trainer Vital Heynen. „Wir hatten das Momentum im dritten Satz auf unserer Seite. Leider ist es uns aus den Händen geglitten“, sagte DeRocco.

Die Rückfahrt gestern Abend vom Bodensee war die vorerst letzte Reise für die Volleys. In den nächsten fünf (!) Wochen stehen ausnahmslos Heimspiele an: In der Bundesliga gegen Herrsching am kommenden Sonntag, Haching (23. Dezember), Düren (6. Januar), Königs Wusterhausen (9. Januar) und Lüneburg (20. Januar). In der Champions League gegen Ankara (18. Dezember) und Roeselare (15. Januar). 

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