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SV Wehen Wiesbaden Erfolgreicher Neustart

Der ambitionierte Drittligist SV Wehen hofft nun auf eine Aufholjagd nach dem 3:0 bei Preußen Münster.

04.10.2011 12:47
Jürgen Heide

Wegen des Ärgers um die suspendierten Mittelfeldspieler Martin Abraham und Zlatko Janjic, den vier Platzverweisen und den vielen Verletzen seines Teams kam sich Gino Lettieri in der vergangenen Woche vor, „als hätten wir gerade mit der Vorbereitung angefangen.“ Insofern war die Partie gegen Preußen Münster wie ein Neustart für sein Team, den SV Wehen Wiesbaden.

Bei diesem glänzte der ambitionierte Drittligist gegen den Aufsteiger in der ersten Hälfte vor 3396 Zuschauern in Wiesbaden, so dass der 3:0-Endstand schon nach 39 Minuten durch ein Traumtor von Nils-Ole Book (15.), ein Eigentor des Münsteraners Jürgen Duah  nach vorangegangenem Kopfball von Quido Lanzaat (30.) und einen Treffer von Steffen Wohlfarth feststand. Damit war der schwache Gast noch gut bedient, weil die wie aufgedreht spielenden Wehener durch Marco Christ (10./17.) und Lanzaat (17.) noch dreimal an der Latte scheiterten, bevor sie im zweiten Abschnitt ihren Vorsprung nur noch verwalteten und am Ende nach fünf sieglosen Partien mit nur zwei Zählern erstmals wieder drei Punkte holten.

„Wir haben von der ersten Minute an sehr aggressiv gespielt und die Chancen zumindest zum Teil genutzt. Eigentlich hätte es hier schon nach 20 Minuten 3:0 stehen müssen. Meine Mannschaft hat aber nicht nur gegen Münster gut gespielt, sondern auch schon gegen Regensburg, in Erfurt oder gegen Saarbrücken. Der Unterschied war, dass wir dieses Mal endlich die Tore gemacht“, freute sich Lettieri.

Entscheidend dafür sei gewesen, „dass wir als Kollektiv aufgetreten sind. Man hat auf dem Spielfeld gesehen, dass wir noch enger zusammengerückt sind. Da hat keiner geschimpft, sondern jeder hat sich für den anderen geopfert“, sagte der Coach in Anspielung darauf, dass Abraham und Janjic in der Vergangenheit auch durch ihre Körpersprache und Gesten negativ aufgefallen waren. „Natürlich ist der Verlust durch ihr Fehlen groß. In der Sache sind wir alle Verlierer“, fügte der Coach an.

Er musste am Samstag kurzfristig noch auf die Außenverteidiger Sven Schimmel und Pascal Bieler (beide Grippe) verzichten, so dass der von Greuther Fürth gekommene Mittelfeldmann Nico Roth bei seinem Debüt als rechter Verteidiger auflief und, so Lettieri, „seine Sache gut gemacht hat“.

Nach dem Sprung auf Rang zehn und nur noch vier Punkten Rückstand Relegationsplatz drei hofft der Italiener, der Defensivallrounder Benjamin Hübner zunächst schonte, dass sein Team nach der Länderspielpause am 15. Oktober beim Fünften Heidenheim seine Aufholjagd fortsetzt und bis dahin auch die verletzt ausgeschiedenen Aziz Bouhaddouz (Adduktoren) und Alf Mintzel (Wade) wieder einsatzfähig sind.

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