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Skyliners Skyliners unter Zugzwang

Nach den drei Auftakt-Niederlagen müssen die Frankfurter Korbjäger am Sonntag gegen Bonn punkten. Die Hessen haben in den ersten Spielen Schwachstellen in der Verteidigung und beim Rebounden offenbart. Der Einsatz von Quantez Robertson ist ungewiss

10.10.2014 14:25
Timur Tinç
Gordon Herbert hofft auf den nächsten Schritt seines jungen Teams. Foto: Huebner

Nach den drei Auftakt-Niederlagen müssen die Frankfurter Korbjäger am Sonntag gegen Bonn punkten. Die Hessen haben in den ersten Spielen Schwachstellen in der Verteidigung und beim Rebounden offenbart. Der Einsatz von Quantez Robertson ist ungewiss

Die Frankfurt Skyliners haben nach ihrem Auftritt beim deutschen Meister Bayern München viel Lob erhalten. Eine Halbzeit lang spielte der hessische Basketball-Bundesligist wie im Rausch, erzielte 48 Punkte – davon zehn Dreier. So ein Auftritt gelang in München kaum einem BBL-Team. Doch am Ende mussten sich die Skyliners mit 73:80 geschlagen geben und standen wie in den beiden Spielen zuvor mit leeren Händen da. Am Sonntag stehen die Hessen gegen die Baskets Bonn (17 Uhr) unter Zugzwang, will man den absoluten Fehlstart nicht perfekt machen.

Die Skyliners haben insbesondere in der Offensive vielversprechende Ansätze gezeigt. Der Team-Basketball, den Cheftrainer Gordon Herbert sehen will, ist ein ums andere Mal aufgeblitzt, wie die 21 Assists im Durchschnitt beweisen. Was fehlt, ist die Konstanz. Doch die Basis, die Herbert von seiner Mannschaft einfordert, hat sie bislang sträflich vernachlässigt: die Defensive und die Rebounds.

87,3 Punkte im Schnitt kassiert

In der Verteidigung fehlte es an der Galligkeit und Bissigkeit, welche die Skyliners in den vergangenen Spielzeiten ausgezeichnet und zu einem der stärksten Defensivteams der Liga gemacht hatte. Davon sind sie zurzeit jedoch weit entfernt. In drei Spielen kassierten die Frankfurter im Schnitt 87,3 Punkte. Auch wenn die 105 Punkte der Hagener als negativer Ausreißer anzusehen sind, gelingt es den Gegnern, hochprozentig aus dem Feld zu treffen. Die Bayern trafen 53,3 Prozent der Würfe, Ulm (58) und Hagen (63) hatten sogar noch eine bessere Quote. Entweder, weil sie zu frei zum Abschluss kamen, oder die Mann-gegen-Mann-Verteidigung nicht aggressiv genug war.

Ausgerechnet Quantez Robertson, einer der besten Verteidiger der Liga, kann nach seiner Hüftprellung aus dem ersten Spiel gegen Hagen nicht vorangehen und seine Mitspieler mitziehen. Gegen Ulm war ihm sein Handicap deutlich anzusehen, nach München ist er gar nicht erst mitgefahren. Ob er gegen Bonn wieder auflaufen kann, ist fraglich.

Ergebnisse müssen stimmen

Das zweite Manko ist die Reboundarbeit. Die Skyliners sind das viertschwächste Team in dieser Kategorie (30,7 im Schnitt) – vor allem am offensiven Brett (6,7 Abpraller) gehen sie nicht genug hinterher. Natürlich sind diese Zahlen nach drei Spielen noch nicht so aussagekräftig, dennoch erklären sie die derzeitigen Schwächen der Skyliners recht deutlich.

„Mit den jungen Spielern muss man einfach Geduld haben, sich Zeit nehmen und aus den Fehlern lernen“, sagt Herbert deshalb. Damit hat er zwar recht, doch wenn die Skyliners in die Playoffs kommen wollen, reichen Geduld und Spucke nicht aus – die Ergebnisse müssen stimmen. Da hilft auch das ganze Lob der Konkurrenz nichts.

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