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Skyliners Frankfurt Der Kader nimmt Form an

Am 3. Oktober beginnt für die Frankfurt Skyliners die Basketballsaison. Bis dahin brauchen sie noch zwei Schlüsselspieler. Der finanzielle Spielraum der Skyliners ist aber zu eingeschränkt, um erfahrene Spieler holen zu können.

26.08.2014 08:59
Timur Tinç
Mit dem Nationalteam unterwegs: Johannes Voigtmann (r.) Foto: dpa

Am Samstag waren die Spieler der Frankfurt Skyliners zu Gast in der Fußballarena im Stadtwald, um die Frankfurter Eintracht beim Bundesligaauftakt gegen den SC Freiburg zu unterstützen. Es war eine nette Abwechslung für die Basketballer des hessischen Bundesligisten, die seit einer Woche wieder in der heimischen Trainingshalle im Frankfurter Nordwestzentrum schwitzen und sich auf den Saisonstart am 3. Oktober gegen Hagen vorbereiten.

Beim Blick auf die Mannschaft der Skyliners, die derzeit fleißig Kondition bolzt, fällt auf: Der Kader hat sich kaum verändert. Richard Williams, Aaron Dornekamp und Niklas Kiel sind die drei einzigen Neuzugänge – dafür hat er sich aber noch einmal stark verjüngt. Die jungen Talente Jakob Merz (16) und Kiel (15) sollen schon mal Profiluft schnuppern. Merz wird ab Januar sogar zum festen 12er-Kader gehören, weil sein älterer Bruder Max (20) ein Auslandssemester machen wird.

Dem besagten 12er-Kader für die Bundesliga-Saison fehlen aber noch zwei entscheidende Akteure: Ein Shooting-Guard, der auch auf der Aufbauposition aushelfen kann, sowie ein Center, der auch auf der großen Flügelposition einsetzbar ist. „Die Qualität der beiden Spieler wird darüber entscheiden, wie die Qualität der Mannschaft sein wird“, erklärt Gunnar Wöbke, der geschäftsführende Gesellschafter der Skyliners. Am liebsten wäre es dem Klubboss, wenn die beiden Positionen bis zum Start des Trainingslagers am 4. September in Wien besetzt sind. Er sagt aber auch: „Wenn wir die Richtigen nicht gefunden haben, kommen sie später.“

Wöbke sieht dennoch eine gute Basis für die kommenden Jahre – insbesondere die langfristigen Verträge mit den talentierten deutschen Spielern machen ihm Hoffnung auf die Zukunft. „Das sind richtig gute Voraussetzungen“, freut er sich. Was dem Klub allerdings weiterhin fehlt ist die Aussicht auf eine neue Halle, um den Spieleretat deutlich anzuheben. Die Hessen stagnieren, der finanzielle Abstand zu den anderen Klubs wächst von Saison zu Saison.

Ein College-Rookie oder ein unerfahrener Profi

Wegen des fehlenden Geldes konnte etwa Andrew Rautins nicht gehalten werden. Der kanadische Scharfschütze war Topscorer, ehe er sich im Dezember am Sprunggelenk verletzte und die komplette Rückrunde ausfiel. Der Shooting-Guard hat nun in Italien bei Varese unterschrieben und wird Teamkamerad von Dawan Robinson, den die Skyliners vergangenen Oktober rausgeworfen hatten. Ob die Skyliners jetzt einen College-Rookie oder einen unerfahrenen Profi holen „steht noch nicht fest“, sagt Wöbke. Einen erfahrenen Spieler werden sie aber kaum bekommen. Dafür haben sie den 27-jährigen Richard Williams, einen gestandenen Profi, von Absteiger Rasta Vechta früh für die zentrale Position des Point-Guard verpflichtet, der die Skyliners durch die Doppelbelastung mit der Euro-Challenge führen soll.

Unter besonderer Beobachtung werden die beiden Neu-Nationalspieler Danilo Barthel und Johannes Voigtmann stehen. Der 22-Jährige Power Forward und der 21 Jahre alte Center sollen und müssen Führungsrollen im Team übernehmen. Voigtmann, der momentan die EM-Qualifikation mit der DBB-Auswahl spielt, wird erst mit Beginn des Trainingslagers zum Team stoßen.

Etwas eingeschränkt sind derzeit Kevin Bright und Stefan Ilzhöfer, die sich mit kleineren Blessuren herumplagen. Topfit hingegen ist Aaron Dornekamp, der von den Phantoms Braunschweig – jetzt Löwen Braunschweig – verpflichtet wurde. Der 28-Jährige Power Forward ersetzt Jacob Burtschi, der wegen anhaltender Probleme mit dem operierten Rücken und familiären Angelegenheiten nicht mehr dabei ist.

Gesund aus dem Heimaturlaub zurückgekommen ist Quantez Robertson. Der Flügelspieler ist nach dem Karriereende von Marius Nolte nun mit 29 Jahren der Oldie im Team. Der US-Amerikaner, der in seine sechste Saison geht, verkörpert wie kein Zweiter das, wofür die Hessen mittlerweile stehen: Kontinuität. Ob Robertson mit den Skyliners erfolgreich sein kann und er sie nach drei Jahren ohne Playoffs wieder unter die besten Acht der Liga führen kann, wird sich zeigen. Vielleicht dient der Sieg der Eintracht gegen Freiburg ja als kleine Inspiration.

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