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Seltenes Familientreffen

Konrad Wysocki spielt mit den Skyliners gegen seinen Bruder

Nach dem Pokalsieg der Skyliners gegen Nördlingen hat Konrad Wysocki sich nicht lange mit Analysen aufgehalten. Dass der Flügelspieler der Frankfurter mit seinen statistischen Werten (16 Punkten, 13 Rebounds) überragt hatte, schien dem 26-Jährigen eher nebensächlich. In Gedanken war Wysocki schon bei der nächsten Partie. Übertriebener Ehrgeiz spielte dabei keine Rolle. Es ging schlicht um die Vorfreude auf ein Familientreffen der besonderen Art: Beim morgigen Spiel gegen Braunschweig (15 Uhr) wird Wysocki seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Kevin wiedersehen, der bei den Niedersachsen als Doppellizenzspieler aufläuft.

"Ich freue mich riesig darauf", sagt Wysocki und verweist auf seinen engen Terminkalender. Tatsächlich haben sich die beiden Brüder innerhalb eines halben Jahres nur ein einziges Mal gesehen - bei einem Trainingslager in der Türkei. "So ist es halt im Profisport", sagt Konrad Wysocki. Die nüchterne Betrachtung überwiegt auch bei der Einschätzung, ob die Brüder, die beide die Nummer Zehn tragen, am Sonntag erstmals in der Bundesliga aktiv gegeneinander spielen werden. Sicher ist das nicht: Kevin ist in der Braunschweiger Rotation auf den hinteren Rängen zu finden. "Ich hoffe, er kriegt wenigstens ein paar Minuten", sagt Konrad Wysocki.

"Zu einfaches Spielsystem"

Ähnlich denkt Vater Christoph Wysocki. Zusammen mit seiner Frau lässt er sich das Familientreffen in der Ballsporthalle nicht entgehen. "Es gibt nichts Schöneres für einen Vater", sagt der 52-Jährige. Das Talent für Basketball haben die Söhne von ihm: Wysocki senior hat fast 50 Einsätze für die polnische Nationalmannschaft absolviert. Als Fachmann, der mittlerweile die Oberligamannschaft des MTV Gießen trainiert, betrachtet er die Entwicklung seines Sohnes Konrad bei den Skyliners mit Sorge. "Ich habe mehr erwartet", sagt Christoph Wysocki. Verantwortlich für den eher enttäuschenden Karriereverlauf sei das "zu einfache Spielsystem" der Skyliners.

Das Duell mit Braunschweig ist ein richtungsweisendes Spiel: Bei einem Sieg könnten die zehntplatzierten Skyliners bis auf den fünften Platz klettern, bei einer Niederlage wäre ein Abrutschen bis auf den zwölften Platz möglich.

Interview mit Christoph Wysocki im Blog unter skyliners.frblog.de

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