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Niederlage Skyliners vergeben Matchball

Frankfurter Korbjäger unterliegen Bayern München klar. Das entscheidende Spiel findet am Donnerstag statt.

Fraport Skyliners Frankfurt - FC Bayern München
Shawn Huff (l) von Frankfurt und Anton Gavel von München kämpfen um den Ball. Foto: dpa

Es gab eine Szene in diesem so einseitigen Spiel zwischen den Frankfurt Skyliners und dem FC Bayern München, die bezeichnend für die 40 Minuten am Dienstagabend in der Ballsporthalle war. In der 17. Minute blockte Center Mike Morrison den Dunkingversuch von Danilo Barthel, der Ball fiel dem Nationalspieler jedoch wieder in die Hände und der setzte erneut zum Stopfen an. Diesmal verhinderte Isaac Bonga den Treffer des Ex-Frankfurters. Der 2,07-Meter-Mann bekam jedoch das Spielgerät ein drittes Mal in die Hände, ging unter dem Korb durch, warf ihn gegen das Glas, wurde von Bonga gefoult und der Ball fiel rein. Es war das 43:26, der Bonus-Freiwurf war auch drin. 

Egal wie sehr sich die Skyliners vor 5 000 Zuschauern auch mühten und wehrten, die individuelle Qualität der Bayern war einfach zu groß. Und die Skyliners konnten ihre eigenen nicht ausspielen. Am Ende hieß es 50:85 (28:47) für den haushohen Favoriten aus der bayerischen Landeshauptstadt und bedeutete den 2:2-Ausgleich im Playoff-Viertelfinale im Modus „Best-of-five“. Am Donnerstag (20.30 Uhr) geht es für das alles entscheidende Spiel fünf wieder nach München. In dieser Form sind die Bayern kaum ein zweites Mal in ihrer eigenen Halle zu schlagen. 

Topscorer ausgeschaltet

Die Skyliners waren zu keinem Zeitpunkt in der Lage, ihren Matchball, den sie sich nach dem überraschenden 86:83-Auswärtserfolg am Samstag erarbeitet hatten, zu nutzen. Von Beginn an liefen die Frankfurter Korbjäger einem Rückstand hinterher. „Vielleicht sind wir sogar mit etwas zu viel Energie ins Spiel gegangen“, sagte Shawn Huff. Früh stand es 2:10. Zum Ende des ersten Viertels kamen die Skyliners auf drei Zähler heran (17:20), danach enteilten die Bayern mit Siebenmeilenstiefeln und schraubten die Führung innerhalb weniger Minuten auf 41:22 (16.).

Die Skyliners hatten der hervorragenden Ballbewegung der Münchener trotz wechselnder Verteidigungen nichts entgegenzusetzen. Und sie konnten den Tabellenersten der Hauptrunde nicht zu Fehlern zwingen. Nach der ersten Halbzeit stand auf dem Statistikzettel lediglich ein Ballverlust bei den Münchnern. Die Hessen leisteten sich insgesamt 18, die Bayern sechs.

Auch offensiv agierten die Hessen ideenlos und prallten an der harten Bayern-Verteidigung ab. Die beiden besten Schützen der Skyliners, Philip Scrubb und Tai Webster, die im Laufe der Saison im Schnitt auf 34 Punkte kommen, brachten kein Bein auf den Boden. Scrubb kam letztlich auf vier Zähler, Webster auf fünf. So wenige wie noch nie in dieser Saison. Webster war erneut angeschlagen in die Partie gegangen. Seit Wochen plagt sich der Neuseeländer mit Rückenproblemen herum. Das war ihm diesmal deutlich anzumerken. Im Gegensatz zu Spiel zwei, als sich Jordan Sibert beim 75:69-Heimsieg als x-Faktor mit 13 Punkten hervortat, fehlte diesmal jemand, der den Ausfall des besten Offensivduos der Liga kompensieren konnte. Stattdessen schonte Cheftrainer Gordon Herbert in der Schlussphase seine Schlüsselspieler und ließ die zweite Garde ran, die in den Playoffs bisher kaum zum Einsatz kam.

Mentale Herausforderung

Ob das jedoch genügend Kräfte spart, um dem tiefen Bayern-Kader gefährlich zu werden, darf nach der Leistung bezweifelt werden. Es wird für die Skyliners vor allem auch eine mentale Herausforderung sein, sich noch mal für ein extrem schweres Auswärtsspiel vorzubereiten, wohlwissend, eine riesige Chance vor eigenem Publikum verspielt zu haben. „Wir müssen das jetzt aufarbeiten und schauen, dass wir im letzten Spiel den Schalter noch einmal umlegen“, sagte der Frankfurter Jonas Wohlfarth-Bottermann.

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