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Isaac Bonga „Ich will so viel wie möglich von LeBron lernen“

Ex-Skyliners-Profi Isaac Bonga spricht im Interview mit der FR über seinen Wechsel in die NBA, seine Ziele bei den LA Lakers und seinen zukünftigen Mitspieler, Superstar LeBron James.

Isaac Bonga
Will bei den Lakers durchstarten: Isaac Bonga. Foto: afp

Isaac Bonga hält ein Pläuschchen mit Skyliners-Profi Marco Völler und Teammanager Jannis Christ. Ein paar Nachwuchsspieler dribbeln und werfen in der Trainingshalle des Basketball-Bundesligisten in der Frankfurter Nordweststadt und bereiten sich auf die neue Saison vor. Isaac Evolue Etue Bofenda Bonga wird in den kommenden Tagen auch wieder auf die Körbe werfen, auf die der gebürtige Neuwieder das in den vergangenen zwei Jahren fast täglich gemacht hat. Aber am 11. August beginnt für den Sohn zweier Kongolesen ein neues Leben – in Los Angeles, bei den Lakers, in der NBA. Am 21. Juni ist der 18-jährige Spielmacher von den Philadelphia 76ers an 39. Stelle gedraftet und sofort an den 16-fachen NBA-Champion weitergegeben worden. Am 6. Juli hat er in der Stadt der Engel einen Zweijahresvertrag mit der Option auf ein weiteres Jahr unterschrieben. Der deutsche Nationalspieler hat sich für seinen Traum in der besten Basketballliga der Welt viel vorgenommen.

Herr Bonga, wann haben Sie realisiert, dass Sie jetzt NBA-Spieler sind?
Um ehrlich zu sein, ziemlich früh. Nach dem Draft ist eine ganz andere Atmosphäre entstanden. Ich wurde von vielen Leuten auf der Straße erkannt. Viele Leute haben mir über Instagram oder Twitter geschrieben. Ich konnte gar nicht allen antworten.

Wie war es für Sie am Tag des Drafts? Waren Sie nervös oder wussten Sie schon was passieren wird?
Wenn so etwas einmaliges im Leben passiert, zittert man immer ein bisschen. Als mein Name gezogen wurde, ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Ich war sprachlos und habe mich zusammen mit meiner Schwester Deborah, die zu der Zeit bei mir war, gefreut.

Sie sind sofort nach der Bundesligasaison in die USA geflogen. Was war der Hintergedanke?
Der Stützpunkt meiner Agentur Wassermann ist da und ich konnte dort die ganze Zeit mit verschiedenen Spielern trainieren. Die haben dort eine High-School-Halle und Trainer angeheuert, die sich um die Spieler kümmern, die in den Draft gehen.

Gab es denn Signale von den Lakers: Hey, wir wollen dich?
Ich hatte mein einziges NBA-Workout bei den Lakers. Etwa zwei Wochen nachdem ich in LA angekommen bin. Von daher war für mich klar, wo die Reise hingehen soll. Man muss natürlich gucken, dass einen niemand vorher draftet. Deswegen auch ein wenig das Zittern beim Draft, aber zum Glück hat alles gepasst.

Sie haben Lakers-Klubpräsident und NBA-Legende Earvin „Magic“ Johnson getroffen. Wie war das?
Ich war in der Halle, habe mich aufgewärmt und dann kamen Magic Johnson und Rob Pelinka (der Geschäftsführer der Lakers, Anm. d. Red.) zu mir und haben sich einen ersten Eindruck von mir verschafft. Es war ein gutes Gefühl, mit den beiden zu reden und sie zu sehen. Magic sieht man ja nicht jeden Tag. Das war echt cool.

Was hat Magic Ihnen mit auf den Weg gegeben?
Ich soll einfach nur ich selbst sein. Er hat ein paar Sachen von mir gesehen und ihm gefällt, wie ich spiele. Ich soll Spaß haben, hart trainieren und er ist sich sicher, dass ich meinen Weg gehen werde. Er hat mir auch gesagt, dass ich ihn an sich selbst erinnere. Ich soll an mich selbst glauben und Leute, die sagen, dass große Point-Guards es nicht können, widerlegen.

Wie ging es vom Draft am 21. Juni bis zur Unterzeichnung des Vertrages am 6. Juli und dem Beginn der Summerleague einen Tag danach für Sie weiter?
Ich durfte noch nicht mit dem Team trainieren, also habe ich die Tage alleine in der Halle verbracht. Ich bin nach der Vertragsunterzeichnung nach Las Vegas geflogen, habe einmal trainiert mit dem Team und dann schon mein erstes Spiel gegen die Philadelphia 76ers gemacht.

Da war Ihnen die Nervosität deutlich anzumerken, Sie haben sieben Ballverluste produziert. Wie war das Spiel für Sie?
Ich war natürlich aufgeregt. Dafür ist man halt auch da. Die Trainer und das Team waren immer sehr positiv und haben mir geholfen. Es ist eben eine andere Art von Basketball, an die muss ich mich noch gewöhnen.

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