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Gegen Bayern München Die Skyliners sind wieder da

Die Frankfurt Skyliners gleichen in der Playoff-Serie gegen Bayern München aus, weil sie über 40 Minuten eine konzentrierte Leistung zeigen und Jordan Sibert sein bestes Spiel für die Skyliners macht.

FC Bayern München - Skyliners Frankfurt
Den Frankfurtern gelingt ein Unentschieden im Spiel gegen die Bayern. Foto: Sven Hoppe (dpa)

Auf dem Gesicht von Mike Morrison breitete sich ein Lächeln aus. Während der Center der Frankfurt Skyliners nach dem 75:69-Sieg am Dienstagabend gegen den FC Bayern München Autogramme schrieb, bekam er von einer Frau ein kleines Päckchen in die Hand gedrückt. Natürlich musste er es sofort aufmachen, und zum Vorschein kam: Ein grauer Strampler mit dem Skyliners-Logo und dem Namenszug von Morrison sowie seiner Trikotnummer 24. Vor einer Woche ist Morrison zum zweiten Mal Vater eines Jungen geworden. „Wir haben die beste Fanbasis“, sagte der US-Amerikaner glücklich.

Für den 2,06-Meter-Mann war es nicht nur wegen dem Präsent nach dem Ausgleich in der Playoff-Serie im Modus Best-of-Five ein gelungener Tag. Sondern auch, weil der nicht gerade als wurfstark bekannte US-Amerikaner vor 4640 Zuschauern in der Ballsporthalle seinen allerersten Dreier in der Basketball-Bundesliga verwandelte. „Das war vom Trainer genauso aufgezeichnet worden, weil ich der beste Dreierwerfer in dieser Position bin“, sagte Morrison nach der Partie lachend. Es war der erste verwandelte Distanzwurf seit seiner Zeit am College an der George Mason-Universität im US-Bundesstaat Virginia. „Ich bin immer noch mit 100 Prozent der Allzeit-Führende in der Kategorie verwandeltete Dreier in der NCAA“, berichtete Morrison mit einem stolzen Lächeln. Bei nur einem einzigen Wurfversuch in der US-College-Liga ist das auch kein großes Kunststück. Dennoch war der Dreier eines dieser benötigten Extras, um den FC Bayern zu besiegen, den Tabellenersten der Hauptrunde.

„Wir haben das gemacht, was wir können“, analysierte Centerkollege Jonas Wohlfarth-Bottermann. Hart verteidigt, wenige Fehler gemacht – nur sieben Ballverluste –, und vorne punkteten gleich sechs Spieler zweistellig. Und das, obwohl Tai Webster mit muskulären Problemen im Rücken nach 15 Minuten Einsatzzeit nicht mehr weiterspielen konnte und auf keinen einzigen Punkt kam. „Ich weiß nicht, was er hat“, sagte Skyliners-Cheftrainer Gordon Herbert mit düsterer Miene. Die Rückenprobleme plagen Webster schon seit längerem, mal stärker, mal weniger. Der Ausfall des zweitbesten Punktesammlers für die dritte Playoff-Partie am Samstag (20.30 Uhr) in München würde die Hessen hart treffen.

Reife Leistung von Bonga

Für ihn sprang Isaac Bonga ein und machte seine Sache über weite Strecken sehr gut. Der von NBA-Teams umworbene 18-Jährige zeigte eine reife Leistung, spielte mutig und steuerte zehn Punkte bei. Bester Skyliners-Schütze war Philip Scrubb mit 15 Zählern. Der Kanadier, der vor der Partie offiziell zum besten Offensivspieler der BBL gekürt wurde, wurde wie schon im ersten Playoff-Viertelfinalspiel gleich von drei verschiedenen Verteidigern in die Mangel genommen. Aus der Umklammerung befreite er sich in der zweiten Hälfte, indem er vermehrt zum Korb zog.

Sein bestes Spiel im Skyliners-Trikot machte derweil Jordan Sibert. Der US-Amerikaner, der im März aus Weißenfels nach Frankfurt kam, kam auf 13 Zähler und klaute beim Stand von 67:63 den Ball, worauf Shawn Huff die Skyliners mit 70:63 in Führung brachte. 3:24 Minuten vor Ultimo war das die Schlüsselszene zum verdienten Sieg. Um in München zu bestehen, müssen die Skyliners aber laut Herbert „noch besser Basketball spielen.“ Seine Spieler ließen gerade in der ersten Halbzeit viele gute Möglichkeiten liegen. Das können sie sich in einer Playoff-Serie über fünf Spiele nicht erlauben. Zumal sie in München noch nie gewonnen haben.

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