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Fraport wird neuer Hauptsponsor Wöbkes neuester Coup

Der Manager des Basketball-Bundesligisten Skyliners Frankfurt präsentiert den Flughafenbetreiber Fraport als zukünftigen Haupt- und Namenssponsor.

Ballaufnahme. Fraport-Chef Stefan Schulte, Skyliners-Manager Gunnar Wöbke. Foto: Pressefotografie Storch, Bad Hg.

Der Manager des Basketball-Bundesligisten Skyliners Frankfurt präsentiert den Flughafenbetreiber Fraport als zukünftigen Haupt- und Namenssponsor.

Mitunter kann Gunnar Wöbke ganz schön unangenehm werden. Bei kritischen Schiedsrichterentscheidungen gegen die Skyliners Frankfurt etwa gehen beim geschäftsführenden Gesellschafter des hessischen Basketball-Bundesligisten bisweilen die Emotionen durch. Auch gegenüber Journalisten vergreift sich Wöbke schon mal im Ton, wenn er sich missverstanden oder fehlinterpretiert fühlt.

So schwierig der Familienvater aber oft rüberkommt, so muss man doch anerkennen, dass er seinen Job außergewöhnlich gut macht. Am Dienstag unterstrich Wöbke dies: Knapp elf Monate nachdem der Ausstieg des bisherigen Hauptsponsors Deutsche Bank zum Sommer 2011 bekannt geworden war, konnte Wöbke den nahtlosen Übergang und nächsten Abschluss mit einem Großunternehmen verkünden: Zum 1. Juli 2011, direkt nach dem Ende des Vertrags mit der Deutschen Bank, wird Fraport als Hauptsponsor der Skyliners sowie Namenssponsor der Basketballer und der Ballsporthalle einsteigen, die dann Fraport-Arena heißt.

Die neue Partnerschaft, die nach längeren Verhandlungen erst am Wochenende konkret wurde, ist laut dem Fraport-Vorstandsvorsitzenden Stefan Schulte langfristig angelegt. Auf weitere Details ging er nicht ein. „Fraport ist ein genialer Partner für uns“, sagte Wöbke und verwies auf die damit zurückgekehrte Planungssicherheit für den Bundesligisten. In den vergangenen Monaten hatte es die nicht gegeben: Trotz der Lizenzerteilung durch die Liga zogen die Hessen einen freiwilligen Gang in die zweite Liga (Pro A) in Betracht. Mit dem Einstieg von Fraport sei „diese Diskussion beendet“, so Wöbke.

Von der Eintracht profitiert

Beim Einstieg der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens dürften die Skyliners auch vom Abstieg des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt profitieren: Durch dessen Gang in die Zweitklassigkeit zahlt das Unternehmen weniger an die Eintracht. Fraport wird in der zwölfjährigen Geschichte der Skyliners der dritte Namenssponsor sein. Zuvor hatte Wöbke in Opel (2000 bis 2005) und der Deutschen Bank (2005 bis 2011) prominente Geldgeber für seinen Sport begeistern können. Mit dem durch Sponsorengeld auf 3,5 bis 4,5 Millionen Euro geschätzten Etat etablierten sich die Skyliners wirtschaftlich und sportlich in der Spitzengruppe der BBL.

Das Engagement des größten Arbeitgebers in Hessen dürfte die sehr gute sportliche Position der Skyliners über Jahre sichern. Wöbke betont, dass die Mannschaft, die am Donnerstag (19.30 Uhr, live auf Sport1) im entscheidenden fünften Halbfinale auf Alba Berlin trifft, zusammengehalten werden soll.

Neben Trainer Gordon Herbert gilt DaShaun Wood als wichtiges Puzzleteil. Die Skyliners hatten mit dem besten Spieler der BBL Anfang März unter Vorbehalt um zwei weitere Jahre verlängert. Wöbkes damalige Einschränkung, dass die Verlängerung mit Wood aber nur dann greife, wenn „ein mehr oder weniger identisches Budget“ zur Verfügung stehe, scheint nun nicht mehr zu gelten. „DaShaun hat sich für Frankfurt entschieden. Und wir haben uns für ihn entschieden“, sagt der Manager.

Sollte Wood tatsächlich bleiben, wäre dies ein weiterer Coup von Wöbke. Dessen Geschick hebt auch Schulte hervor: Die Skyliners seien ein Aushängeschild in der Region und einfach „klasse gemanagt.“

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