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Frankfurt Skyliners Skyliners siegen gegen Tübingen

Die Frankfurter Basketballer zeigen eine Reaktion nach Pleite in Gießen. Gegen Tübingen setzen sich die Skyliners mit 90:63 durch.

Frankfurt Skyliners
Gut gemacht: Gordon Herbert (rechts) ist hochzufrieden mit seinem Kapitän Quantz Robertson. Foto: hübner

Quantez Robertson wies sofort jede Schuld von sich. „Nein“, sagte der Kapitän der Frankfurt Skyliners, „ich habe einen perfekten Pass gespielt“. Aber Mike Morrison habe einfach Hände wie Paddel. „Mit denen kann man nicht dunken“, sagte Robertson über beide Ohren grinsend. Wohlwissend das sein Teamkollege sonst ein ziemlich guter Dunker ist.

In der 33. Minute war der 1,88 Meter große Guard des hessischen Basketball-Bundesligisten nach einem Ballgewinn alleine auf den Korb durchgebrochen, das Spiel gegen den Tabellenletzten Tübingen beim Stand von 79:46 war längst gelaufen, der zehnte Sieg im 15. Spiel eingetütet. Zeit also für ein bisschen Show. Robertson sah Morrison hinter sich her sprinten, verlangsamte das Tempo, warf den Ball gegen das Glas, Morrison stieg hoch, aber schaffte es nicht, den Ball zu kontrollieren und verpasste es, mit einem krachenden Dunking abzuschließen. „Er hat den Ball zu hoch geworfen“, verteidigte sich der 2,06-Meter-Mann große Center.

Die 3930 Zuschauer in der Ballsporthalle waren am Dienstagabend trotz dieses klitzekleinen Schönheitsfehlers hochzufrieden mit ihrer Mannschaft nach dem 90:63-Erfolg. Auch Gordon Herbert fand, dass das „Team Charakter gezeigt hat“. Nach der „peinlichen“ (Herbert) Pleite in Gießen am Freitagabend hatte der Cheftrainer alle freien Tage gestrichen. An Heiligabend ließ er sein Team vormittags, am ersten Weihnachtsfeiertag nachmittags und vor der gestrigen Partie vormittags nochmal trainieren. „Er hat ein paar ausgewählte Worte gefunden“, sagte Robertson mit einem vielsagenden Grinsen.

Robertson wieder in Topform

Das 59:83 im Hessenderby hatte Herbert extrem gewurmt. Diesmal war er vollauf zufrieden mit seiner Mannschaft. Vor allem mit seinen erfahrenen Spielern Robertson, Morrison und Shawn Huff. „Sie sind heute vorausgegangen“, sagte Herbert. Ab dem 28:27 erzielte das Trio 21 der nächsten 23 Punkte und baute den Vorsprung so auf 51:32 (31. Minute) aus. Spätestens nach dem folgenden Dreier von Webster zum 54:32 war die Partie entschieden, auch wenn die Skyliners nicht nachließen und angeführt von Quantez Robertson weiter Gas gaben.

Ohnehin ist das Frankfurter Urgestein nach Gewichtsproblemen zu Saisonbeginn auf dem Weg zu seiner Topform. In der Länderspielpause vor fünf Wochen hat er sich  richtig ins Zeug gelegt und ein paar Pfunde verloren. Das macht sich beim 33-Jährigen insbesondere offensiv bemerkbar. Er ist deutlich stabiler beim Wurf, gestern war er mit 20 Punkten zusammen mit Tai Webster Topscorer.

In der Verteidigung ist er sowieso eine Bank. Mit 2,7 Steals ist er der beste Balldieb der Liga. „Ich ärgere mich immer, wenn ich in dieser Kategorie nicht ganz oben stehe“, sagt der US-Amerikaner aus Cincinnati im Bundesstaat Ohio. Nach der Partie in Würzburg am Freitag (19 Uhr) kommt zudem Ehefrau Sherell, die als High-School-Basketballtrainierin arbeitet, für ein paar Tage aus den Staaten rübergeflogen - ohne die beiden Kinder Autumn Kree und Quantez Junior. „Vielleicht machen wir ein paar Tage Urlaub“, sagte Robertson. Natürlich nur, wenn Gordon Herbert ihm die freie Tagen zugesteht. Über den missglückten Dunkversuch konnte selbst der sonst so ernste Cheftrainer schmunzeln.

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