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Frankfurt Skyliners Skyliners feiern Befreiungsschlag

Durch einen 78:53-Sieg gegen Bonn verlassen die Frankfurt Skyliners das Tabellenende der Basketball-Bundesliga. Die Skyliners überzeugen, profitieren aber auch von der indiskutablen Vorstellung des Gegners.

Gut drauf: Zachery Peacock (li.) sammelte 14 Punkte. Foto: bild pressehaus

Durch einen 78:53-Sieg gegen Bonn verlassen die Frankfurt Skyliners das Tabellenende der Basketball-Bundesliga. Die Skyliners überzeugen, profitieren aber auch von der indiskutablen Vorstellung des Gegners.

Die Partie lief noch. Gut anderthalb Minuten fehlten den Skyliners bis zur Schlusssirene, als der Hallensprecher den Frankfurter Basketballern vorzeitig zum Sieg gratulierte. Das ist zwar nicht unbedingt die feine Art, angesichts des ebenso klaren wie verdienten 78:53-Erfolgs regte sich auf der Bank der Baskets aus Bonn aber schon lange nichts mehr. „Wir waren heute ein gefundenes Fressen für die Frankfurter“, konstatierte der Bonner Übungsleiter Michael Koch.

Die Skyliners waren von der ersten Minute an hellwach, diktierten das Geschehen und bauten ihren Vorsprung in den ersten drei Vierteln kontinuierlich aus. „Wir haben gut gespielt“, lobte denn auch der Frankfurter Coach Muli Katzurin sein Team, das vor allem in der Defensive stark spielte und den Rheinländern „kaum offene Würfe gestattete“, wie Katzurin anmerkte. Nachdem die Frankfurt Skyliners nach zuletzt drei Niederlagen hintereinander bis auf den letzten Tabellenplatz durchgereicht worden waren, schmeckte der Sieg gegen Bonn nun besonders süß und Danilo Barthel sprach gar von einem Befreiungsschlag.

Lustlose Rheinländer

Keine Frage, der Sieg war hochverdient. Er wurde aber auch begünstigt durch eine über weite Strecken indiskutable Vorstellung der Rheinländer, die Skyliners-Kapitän Marius Nolte als „zwischenzeitlich schon sehr lustlos“ wahrgenommen hatte.

Das war natürlich auch dem Bonner Coach nicht verborgen geblieben, der zu Beginn des dritten Viertels seine komplette erste Fünf vom Feld nahm und durch Spieler aus der zweiten Reihe ersetzte. „Ich wollte ein Zeichen setzen“, begründete Koch später seine ungewöhnliche Maßnahme. Genutzt hat es ihm und seiner Mannschaft nichts.

Nachdem die Skyliners die ersten beiden Viertel 20:13 und 21:13 für sich entschieden hatten, deklassierten sie die Gäste in den dritten zehn Minuten 25:8. Die Partie war gelaufen, die Luft raus und die bis dato so verängstigt spielenden Bonner „begannen plötzlich wieder Basketball zu spielen“, so Koch. Das Spiel war verloren, der Druck aber weg. Darüber werde zu sprechen sein.

Wöbke widmet Novak den Sieg

Ausreichend Gründe zum Reden gab’s auch für die Skyliners, für die Dion Dowell (17) und Zachery Peacock (14) die meisten Punkte sammelten. „Super, was wir gesehen haben“, sagte Gunnar Wöbke und widmete den Erfolg dem unter den 4780 Zuschauern sitzenden ehemaligen Sportdirektor Kamil Novak, der Anfang der Woche zum europäischen Verband Fiba gewechselt war.

„Die Mannschaft hat für Kamil gewonnen“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter hocherfreut über ein Spiel, in dem Katzurin kräftig rotieren ließ. Neun Spieler bekamen mehr als zehn Minuten Einsatzzeiten, dazu ließ der Israeli im dritten Viertel drei deutsche Nachwuchshoffnungen auf der Platte: Danilo Barthel (10), Johannes Voigtmann und Konstantin Klein (4). „Diese Minuten“, sagte der Israeli, „waren gut für ihr Selbstvertrauen.“

Zu guter Letzt feierte auch noch Jan Novak sein Heimspieldebüt. Der Sohn von Kamil Novak durfte in der Schlussminute aufs Feld. „Das freut mich natürlich“, sagte der stolze Papa. Noch mehr aber begeisterte Novak der zweite Saisonsieg seiner Skyliners: „Das hat einfach nur Spaß gemacht.“

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