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Frankfurt Skyliners Hängende Köpfe bei den Skyliners

Ein gutes Debüt von Neuzugang Ted Scott reicht den Skyliners nicht: Der Basketball-Bundesligist kassiert in Trier die dritte Niederlage im vierten Spiel. Vor allem das Selbstbewusstsein scheint völlig im Keller.

14.10.2012 21:14
Von Timur Tinç
Zum Verzweifeln - Quantez Robertson. Foto: Huebner/Celikci

Ein gutes Debüt von Neuzugang Ted Scott reicht den Skyliners nicht: Der Basketball-Bundesligist kassiert in Trier die dritte Niederlage im vierten Spiel. Vor allem das Selbstbewusstsein scheint völlig im Keller.

Die Spieler des Basketball-Bundesligisten Frankfurt Skyliners starrten ins Leere, während die Profis von TBB Trier in der eigenen Halle noch eine Ehrenrunde drehten und sich feiern ließen. Mit 78:59 hatten die Moselstädter die Oberhand behalten. Es war die dritte Niederlage im vierten Saisonspiel für die Skyliners.

Eine deftige noch dazu. „Wir müssen uns schnell als Team finden“, mahnte Marius Nolte. „Das muss schneller gehen als in der vergangenen Saison.“

Damals hatte es neun Niederlagen in den ersten elf Partien gesetzt.

Doppelbelastung für Barthel

Hoffnung auf schnelle Besserung gibt es nicht. Ständig muss Cheftrainer Muli Katzurin seine Rotation ändern. Am Sonntag spielte Neuzugang Ted Scott nach einer einzigen Trainingseinheit 28 Minuten – und war mit 20 Punkten bester Schütze. „Zwei, drei Spieler haben uns in der ersten Halbzeit getragen“, analysierte Katzurin. „Danach sind sie müde geworden. Und das war’s dann. Auf der Bank waren nur Pro B-Spieler“, resümierte der Cheftrainer.

Die personelle Not wurmt Katzurin mächtig. Am Samstag hatte er mittags mit seinem Team nicht trainieren können, weil die Skyliners-Junioren in der Pro?B gegen Nördlingen spielten. Zu allem Überfluss zog sich Aufbauspieler Konstantin Klein dabei eine Schleimbeutelentzündung an der Hüfte zu und fehlte am Sonntag genau wie Devin Gibson (Außenbanddehnung im Knie). Danilo Barthel musste nach 37 Minuten in der Pro B noch 21 Minuten im Profiteam ran.

An ihm lag es nicht, dass die Skyliners vor 3103 Zuschauern in der Arena Trier untergingen. Der Bruch im Spiel kam für Katzurin in der 18. Minute. Bis dahin war es ein ausgeglichene Begegnung gewesen. Sechs erfolgreiche Dreier glichen die hohe Fehlerquote der Gäste – am Ende waren es 19 Ballverluste – zunächst aus. Auch dass Trier einen 31:34-Rückstand in eine 35:34-Pausenführung verwandelte, war eigentlich kein Beinbruch. „Wir sind aber unerklärlicherweise mit hängenden Köpfen aus der Halbzeit gekommen“, sagte Marius Nolte verständnislos.

Seine Mitspieler hätten niedergeschlagen ausgesehen, obwohl doch noch gar nichts passiert sei. Vergeblich versuchte der Center, seine Nebenleute aufzurichten. Trier überrollte die Skyliners im dritten Viertel mit 25:8 Punkten.

Schwach im Eins-gegen-eins

„Wir haben über die gesamte Partie Probleme mit Eins-gegen-eins-Situationen in der Defensive gehabt“, analysierte Sportdirektor Kamil Novak. Entweder gab es einen Korberfolg für Trier oder ein Foul. Völlig von der Rolle ist Dion Dowell.

Der Zwei-Meter-Mann brachte es – wie Quantez Robertson – nur auf einen Zähler und kam wie schon gegen den Mitteldeutschen BC früh in Foulprobleme. Und wenn die erste Fünf nicht punktet, sind die Skyliners aufgeschmissen. „Jeder von ihnen muss bei uns 100 Prozent geben“, sagte Katzurin. „Wenn das nicht passiert, haben wir keine Chance.“

Das Positive ist aus Sicht des Israelis, dass er jetzt einmal eine komplette Woche Zeit hat, um mit dem Team zu arbeiten. „Einige Spieler haben auch ihr Selbstvertrauen verloren. Das müssen wir jetzt wieder aufbauen“, erklärte Katzurin. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es in der sportlichen Tristesse auch: Devin Gibson soll am Dienstag wieder ins Training einsteigen.

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