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Frankfurt Skyliners Der Talententwickler bleibt

Skyliners-Cheftrainer Gordon Herbert verlängert seinen Vertrag bis 2019. Klubchef Wöbke findet, das passt "wie der Deckel auf den Topf" - er hat Recht.

Herbert
Gordon Herbert ist mit Unterbrechungen seit acht Jahren Trainer in Frankfurt. Foto: Joachim Storch

Am vergangenen Samstag war Gordon Herbert noch ziemlich zurückhaltend, als er auf seinen auslaufenden Vertrag angesprochen wurde. „Ich muss schauen, wie es mir gesundheitlich geht“, hatte der Cheftrainer der Frankfurt Skyliners gesagt. Er wolle sich in der nächsten Zeit mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Gunnar Wöbke unterhalten. Entweder ging alles ziemlich schnell oder das Gespräch war längst geführt worden. Denn seit Montag steht fest: Der Kanadier wird zwei weitere Jahre beim hessischen Basketball-Bundesligisten bleiben. „Gordie und die Skyliners – das passt wie der sprichwörtliche Deckel auf den Topf und gehört einfach zusammen“, sagte Wöbke am Montag.

Dem ist nicht zu widersprechen. Herbert ist mit Unterbrechungen seit acht Jahren Trainer der Skyliners und hatte seine größten Erfolge als Trainer mit den Skyliners. Umgekehrt ist es genauso. Seine erste Amtszeit zwischen 2001 und 2004 krönte er mit dem Gewinn der einzigen Meisterschaft des Klubs. In der Saison 2010/11 erreichte er mit den Hessen das Halbfinale. 2013 kehrte Herbert nach einem Jahr ohne Job an den Main zurück, um den einstigen Mitfavoriten auf den Titel wieder wettbewerbsfähig zu machen – mit weniger Geld, aber mehr deutschen Talenten. 2016 ging der Dreijahresplan der Skyliners auf: Sie gewannen den Fiba Europe-Cup und schafften es bis ins Halbfinale der Basketball-Bundesliga (BBL). Herbert wurde als Trainer des Jahres ausgezeichnet.

Doch die anstrengende Saison hatte am 58-Jährigen gezehrt, die ewigen Rückenprobleme erforderten im Sommer einen operativen Eingriff, und Herbert musste vier Monate lang pausieren. Es war die schwerste Zeit in seiner Trainerlaufbahn. Das von ihm neu zusammengestellte Team spielte unter Co-Trainer Klaus Perwas nicht gut. Seit Herberts Rückkehr läuft es zwar deutlich besser, aber längst nicht so, wie der Kanadier das von seinem Team erwartet.

Eine Mannschaft zu entwickeln, junge Talente zu formen, Spieler besser zu machen, dafür lebt der Vater zweier erwachsener Söhne. In Frankfurt hat der Sportpsychologe dafür optimale Bedingungen. Seine Wohnung liegt einen Sprung von der Trainingshalle in der Nordweststadt entfernt. Das Fitnessstudio und das Schwimmbad der Titus-Thermen nutzt er regelmäßig, um seinen Rücken fit zu halten. „Es ist schon eine außergewöhnliche Möglichkeit für mich, denn der Klub unterstützt mich in allen Belangen – insbesondere natürlich bei meinen gesundheitlichen Problemen“, ließ Herbert mitteilen.

Mit Wöbke, seinen Co-Trainern Perwas und Eric Detlev sowie dem weiteren Trainerstab versteht er sich bestens. Zusammen haben sie die Infrastruktur aufgebaut, gewährleisten Durchlässigkeit von der Jugend bis zu den Profis – mit der Spielphilosophie von Herbert. „Ich fühle mich daher schon fast ein wenig gesegnet, weiter mit allen zusammen arbeiten zu können“, so Herbert.
Oberste Priorität hat für den Cheftrainer, die neue Generation an jungen deutschen Spieler zu entwickeln. „Sie sind unser Schlüssel zum Erfolg. Auf diese Herausforderung freue mich.“

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