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Frankfurt Skyliners Das neue Selbstvertrauen

Rechtzeitig vor dem Duell mit Bamberg hat Danilo Barthel seinen Magen-Darm-Virus überwunden. Der Power Forward der Frankfurt Skyliners hat klare Ziele, Trainer Katzurin setzt auf das Talent.

05.11.2012 02:18
Von Timur Tinç
Danilo Barthel im Gespräch mit Skyliners-Trainer Muli Katzurin (Archivbild) Foto: imago sportfotodienst

Rechtzeitig vor dem Duell mit Bamberg hat Danilo Barthel seinen Magen-Darm-Virus überwunden. Der Power Forward der Frankfurt Skyliners hat klare Ziele, Trainer Katzurin setzt auf das Talent.

Danilo Barthel hat sich für diese Saison ein klares Ziel gesetzt: „Ich will eine feste Rolle im Team haben, die ich konstant halten kann“, sagt der Power Forward der Frankfurt Skyliners. Bislang klappt das ganz gut. 18 Minuten stand Barthel in den ersten sechs Saisonspielen für den hessischen Basketball-Bundesligisten auf dem Parkett. In den vergangenen beiden Spielen sogar in der Startformation. Ob er am heutigen Montag (19.30 Uhr) in der Partie beim deutschen Meister Bamberg wieder von Beginn an aufläuft, hängt von seinem Fitnesszustand ab.

Wegen eines Magen-Darm-Virus konnte der 21-Jährige bis zum vergangenen Donnerstag nicht trainieren. Am Samstag stand er aber wieder für das Nachwuchsteam der Skyliners in der drittklassigen Pro B auf dem Parkett und steuerte 14 Punkte beim 103:53-Erfolg über den TV Langen bei.

Nur eine Frage der Zeit

Die Doppelbelastung habe vielleicht zu seiner Krankheit beigetragen, glaubt Barthel. Gerade zu Beginn der Saison mit den englischen Wochen hatte der gebürtige Heidelberger keine Verschnaufpausen, stand an zwei Tagen mehr als 50 Minuten auf dem Feld. „Das ist aber eine Gewöhnungssache. Ich habe es letztes Jahr auch hinbekommen“, sagt Barthel, der seit seinem 13. Lebensjahr in mehreren Mannschaften spielt. Er achte darauf, sich gut zu erholen. „Ich setze mich nach dem Training in den Whirlpool im Schwimmbad oder gehe ins Kältebecken, um mich zu regenerieren“, betont Barthel, der in seinem zweiten Profijahr ein neues Selbstbewusstsein ausstrahlt.

Ein Ausdruck dieses neuen Selbstvertrauens war der krachende Dunking beim 78:51-Sieg vor neun Tagen gegen Bonn.

Skyliners-Trainer Muli Katzurin würde solche Aktionen von ihm gerne noch viel öfter sehen. „Ich pushe ihn, noch viel mehr zu dunken“, sagt Katzurin. „Er zögert an einigen Stellen immer noch zu lange. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er an sich glaubt und dann so spielt.“

Katzurin beeindruckt vor allem die „unglaubliche Beweglichkeit“ und die gute Reboundarbeit des 2,08 Meter großen Modellathleten. Auch der geschäftsführende Gesellschafter Gunnar Wöbke sieht noch eine Menge Potenzial bei Barthel. „Je mehr er spielt, desto besser wird er“, sagt er.

Zusatzschichten im Sommer

In seiner ersten Profisaison war Barthel (ausführliches Interview mit Barthel im Skyliners-FR-Blog) stets darauf bedacht, nur keinen Fehler zu machen und den Ball lieber weiterzupassen. „Ich versuche jetzt meine offenen Würfe zu nehmen, die ich früher ab und zu verweigert habe“, gibt Barthel selbstkritisch zu. Katzurin hat sich intensiv mit ihm unterhalten, ihn bestärkt: „Ich habe ihm gesagt, dass er in dieser Saison viel spielen wird und er die Chance mit beiden Händen packen soll“, berichtet der Israeli.

Im Sommer hat sich Barthel deshalb keine Pause gegönnt. Statt irgendwo am Strand zu liegen, hatte der ehemalige U-20-Nationalspieler in der Trainingshalle geschuftet, an Wurf und Bewegungen gearbeitet. Und vor allem Muskelmasse aufgebaut. Fünf Kilo hat sich Barthel im Sommer antrainiert und bringt jetzt von 105 Kilo auf die Waage. Die hat er durch den Virus zwar wieder verloren, will sie sich in den kommenden Wochen wieder antrainieren. Schließlich will er eine konstante Saison abliefern.

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