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Frankfurt Skyliners Als Jäger in die schweren Duelle

Die Frankfurt Skyliners holen in Weißenfels den vierten Sieg im fünften Spiel. In der Bundesliga warten in den kommenden Wochen harte Brocken.

Skyliners
Das gibt Freiwürfe: Philip Scrubb (l.) nimmt das Foul von MBC-Profi Djordje Drenovac gerne an. Foto: pressehaus

Vor den schwierigen Aufgaben in den kommenden Wochen gegen die Topteams der Basketball-Bundesliga haben sich die Frankfurt Skyliners in eine gute Position gebracht. Am Sonntag setzten sich die Hessen nach Verlängerung mit 96:93 (39:42/82:82) beim Mitteldeutschen BC aus Weißenfels durch. Es war der vierte Sieg im fünften Spiel. „Wir haben das umgesetzt, was wir uns vor der Saison vorgenommen haben“, sagte Jonas Wohlfarth-Bottermann zur positiven Bilanz. Er erzielte 22 Punkte und schrammte einen Zähler an seinem Karrierebestwert zu Bonner Zeiten aus dem Jahr 2012 vorbei. Die Spiele gegen die Teams auf Augenhöhe wurden allesamt gewonnen, lediglich gegen die aggressiv verteidigende und deutlich tiefer besetzte Ludwigsburger Mannschaft hatten die Skyliners vor zwei Wochen keine Chance.

Obwohl die Frankfurter Korbjäger noch weit von ihrem besten Basketball entfernt sind, finden sie einen Weg, um die knappen Partien zu ihren Gusten zu entscheiden. Das ist auch eine Qualität. Dafür sorgen in der Schlussphase die erfahrenen Spieler – meist um einen der jungen Schützlinge von Cheftrainer Gordon Herbert ergänzt. Von den viel gepriesenen deutschen Talenten bekommt derzeit nur Isaac Bonga qualitative Minuten. Niklas Kiel fällt wegen einer Gehirnerschütterung auf unbestimmte Zeit aus. Der 20-Jährige kam in dieser Saison bislang noch gar nicht zum Einsatz.

Scrubb Topscorer beim MBC

Richard Freudenberg muss sich nach seinem Jahr am College erst noch an das Profigeschäft gewöhnen. Einzig der Jüngste, Isaac Bonga, überzeugt, auch wenn bei ihm noch nicht alles reibungslos klappt, schließlich ist er ja auch erst 17 Jahre alt. In der Schlussphase der Verlängerung versenkte er trotzdem ziemlich lässig zwei Freiwürfe zur 93:89-Führung. Er stand für den rausgefoulten Tai Webster (22 Jahre) auf dem Parkett.

Für die entscheidenden Zähler in den fünf Extraminuten sorgte jedoch Topscorer Philip Scrubb (25), der sieben der 14 Frankfurter Punkte in der Verlängerung erzielte - die die Skyliners eigentlich hätten vermeiden können. „Das war ein Spiel wie eine Achterbahnfahrt, bei dem das Momentum mehrfach auf beiden Seiten lag“, analysierte Cheftrainer Herbert.
Nach einem offensiv starken ersten Viertel (28:22) entwickelte sich ein „Schlagabtausch auf Augenhöhe“ (Wohlfarth-Bottermann). Vor allem im dritten Viertel bekamen die Skyliners keinen Zugriff in der Verteidigung und ließen in den dritten zehn Minuten 28 Zähler zu. Im Schlussviertel berappelten sich die Hessen angeführt von Dreierspezialist Shawn Huff (15 Punkte) und lagen vor dem letzten Angriff der Thüringer mit 82:80 vorne - kassierten aber mit der Schlusssirene den Ausgleich, der den MBC in die bereits dritte Verlängerung der Saison brachte. Die fehlenden Kräfte waren den Gastgebern, die schon am Freitag in Tübingen in die Verlängerung mussten, jedoch deutlich anzumerken. „Wir hatten am Ende mehr Gas im Tank und konnten das Spiel nach Hause bringen“, sagte Wohlfarth-Bottermann.

Für die Skyliners geht es mit dem Heimspiel gegen die punktgleichen und in dieser Saison noch einmal stärker einzuschätzenden Bayreuther am Sonntag in die Duelle gegen die Topteams. Nach den Oberfranken kommen Titelmitfavorit FC Bayern München (28.), der Vorjahresfinalist Oldenburg (5. November), Titelverteidiger Bamberg (12.) und Halbfinalist Ulm (18.). „Wir müssen nicht gewinnen“, sagte Wohlfarth-Bottermann. „Wir haben uns eine gute Position erarbeitet und sind der Jäger.“

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