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Eurocup-Qualifikation Notstand bei den Skyliners

Vor der Eurocup-Qualifikation plagen den Frankfurter Basketball-Bundesligisten erhebliche personelle Sorgen .Gleich drei Stamm-Spieler fallen aus. Das würfelt die Kaderzusammenstellung des Basketball-Bundesligisten kräftig durcheinander .

Der Rücken zwickt. Gordon Herbert sorgt sich um seine Gesundheit und die der Spieler. Foto: Joachim Storch

Die Gesichter wirken blass. So richtig verdaut haben Gunnar Wöbke und Kamil Novak die vergangenen Tage noch nicht. Der Geschäftsführer und der Sportdirektor der Skyliners Frankfurt mussten einige Hiobsbotschaften verdauen: Weil gleich drei eigentlich als Stammkräfte vorgesehene Spieler ausfallen, wurde die Kaderzusammenstellung des Basketball-Bundesligisten durcheinander gewürfelt. Nach Quantez Robertson (Fingerbruch) verletzte sich Center Joe Dabbert an der Hand. Wenige Tage später musste die Skyliners ihren hochgehandelten Power Forward Ricardo Powell nach Hause schicken. Der US-Amerikaner hat angeblich wegen schlechter Blutwerte die medizinische Untersuchung nicht bestanden.
Für einen weiteren Schlag aufs Gemüt sorgte Trainer Gordon Herbert: Wegen anhaltender Schmerzen an der operierten Bandscheibe musste er in ein Frankfurter Krankenhaus. Auch bei der Pressekonferenz zum Saisonstart am Dienstag fehlte der 51-jährige Kanadier. Laut Novak, der Herbert im Krankenhaus besuchte („Es geht ihm gut“), soll der Trainer aber an diesem Mittwoch beim Eurocup-Qualifikationsspiel gegen Besiktas Istanbul (19 Uhr, Ballsporthalle) an der Seitenlinie stehen.
An der sportlichen Ausgangslage ändert das jedoch wenig. Durch die Ausfälle von Robertson, Dabbert und Powell sind die Skyliners nicht nur gegen Besiktas klarer Außenseiter. Die Lage wirkt vor dem Start in die letzten Saison mit Hauptsponsor Deutsche Bank angespannt. „Es ist keine leichte Situation“, sagt Kapitän Pascal Roller angesichts der personellen Not im Kader. Auf den kleinen Positionen ist der Vizemeister, der in dieser Saison auf Tempo setzen will, auch dank des flinken Neuzugangs DaShaun Wood zwar sehr gut besetzt. Unter den Körben sieht es dagegen ohne Dabbert und Powell düster aus. Der Champions-Cup am Samstag unterstrich dies: Doublesieger Bamberg deklassierte die Skyliners, die unter den Körben nur mit den Ergänzungsspieler Center Marius Nolte und Power Forward Kimmo Muurinen antraten, deutlich mit 85:58.
„Die letzte Woche hat gezeigt, wie schnell es gehen kann“, sagte Wöbke. Eben darum tut er sich auch mit dem Saisonziel schwer. Gleichwohl die Sportliche Leitung in der Sommerpause „hervorragende Arbeit“ geleistet und trotz der Abgänge von Topscorer Derrick Allen oder Spielgestalter Aubrey Reese eine Mannschaft mit „großem Potenzial“ geformt habe, sieht der Manager die sportliche Perspektive offener denn je. „Diese Saison ist alles möglich“, sagt Wöbke und deutete dabei auch an, nach unten zu blicken.
Power Forward soll kommen
Gleichwohl macht er klar, dass die Skyliners auf die Personalsituation reagieren werden. „Um sportlich wettbewerbsfähig“ zu sein, wird der Klub einen Power Forward nachverpflichten. Eventuell kommt zudem noch ein Center für den verletzten Dabbert, dem Wöbke aufgrund eines Kurzzeitvertrages bis Ende Oktober kündigen kann. Eine Trennung deutet sich auch bei Grayson Moyer an. Der ebenfalls per Kurzzeitvertrag nachverpflichtete US-Flügelspieler soll Ende Oktober abgegeben werden, falls keine weiteren Hiobsbotschaften dem Klub zusetzen. Trotz der angespannten Lage wollen es die Skyliners in Sachen Neuzugängen nicht überstürzen. Dass beim Bundesligaauftakt am Samstag (19 Uhr) in Oldenburg ein neuer Hüne im Trikot der Hessen aufläuft, gilt als unwahrscheinlich.

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