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Basketball Treffsicherer Wandervogel

Justin Gray hat es nach mehreren Stationen in Europa und China zu den Skyliners verschlagen. Mit 23 Punkten ist der US-Amerikaner bester Werfer beim Testspielsieg in Straßburg.

19.09.2011 21:35
Timur Tinç
Justin Gray (27) hat auch bei den Frankfurt Skyliners nur einen Einjahresvertrag unterschrieben. Foto: Storch

Nach wenigen Sekunden konnte Justin Gray schon wieder Lachen. Der Aufbauspieler der Frankfurt Skyliners war beim deutlichen Testspielsieg unter der Woche gegen die Gießen 46ers (92:67) zu Boden gegangen und hatte sich den Fuß gehalten. „Ich hatte einen Krampf im Zeh, so etwas hatte ich noch nie“, sagte Gray lachend: „Nichts Ernstes.“

Der 27-Jährige gehörte in allen Testspielen der Skyliners zu den besten Schützen. 19 Zähler waren es am Mittwoch. Beim 81:69 Testspielsieg bei Straßburg IG am Sonntagabend, ließ er weitere 23 Zähler folgen. Davon fünf Dreier bei neun Versuchen. Elf Assists und vier Rebounds rundeten eine erneut gute Vorstellung des US-Amerikaners ab.

Aus China nach Frankfurt

Der aus Raleigh, North Carolina, stammende Gray wechselte vor knapp einem Monat vom chinesischen Erstligisten Guangzhou FM zu den Skyliners. Dort erzielte er durchschnittlich 25,3 Punkte. „Ich bin in guter Form aus China nach Frankfurt gekommen und hatte keine lange Pause. Aber das ist Teil des Profiseins“, sagt Gray, der sich nicht beklagen will. Ihm gefalle die Herausforderung, sich in ein neues Team und System reinzufinden, so der 1,88 Meter große Aufbauspieler. Das Trainingslager im italienischen Treviso habe ihm sehr viel Spaß gemacht. „Wir haben viele teamorientierte Sachen gemacht und waren bei einem Canyoning Trip. Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas jemals in meinem Leben machen würde“, sagte Gray, der bereits beim tschechischen Serienmeister CEZ Basketball Nymburk unter Trainer Muli Katzurin in der Saison 2008/2009 gespielt hat.

An der Seite von NBA-Star Chris Paul

Dass Justin Gray überhaupt in Europa gelandet ist, war für viele Experten des US-amerikanischen College-Basketballs überraschend. Gray spielte mit NBA-Star Chris Paul von den New Orleans Hornets an der Universität Wake Forest, und ihm wurde eine große Zukunft in der NBA vorausgesagt. Gedraftet wurde Gray aber nicht. Enttäuscht wechselte er 2006 nach Belgien zu Verviers-Pepinster und später zu Dexia Mons-Hainaut. Von dort ging es weiter nach Tschechien zu Nymburk, zum polnischen Erstligisten Turow Zgorzelec und zum griechischen Klub PAOK Thessaloniki. In Frankfurt hat der Wandervogel, nach seinem Intermezzo in China ebenfalls nur einen Einjahresvertrag unterschrieben. Ein Engagement über dieses Jahr hinaus, könnte er sich gut vorstellen. Zumal er mit Jimmy McKinney schon länger befreundet ist. „Ich hoffe, ich kann hier so lange spielen wie Jimmy.“ Wenn Justin Gray das durchhält, wäre er 32.

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