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Volleyball Zwei Frankfurter in Serbien

Deutsche Volleyballer starten in die Nations League.

Für die deutschen Volleyballer ist es der Höhepunkt der Saison. Denn für die Weltmeisterschaften im September in Italien und Bulgarien hatten sich die Spieler von Bundestrainer Andrea Giani nicht qualifiziert. Ausgerechnet gegen die damals von dessen Vorgänger Vital Heynen betreuten Belgier zog der Bronzemedaillengewinner von 2014 in der entscheidenden Partie den Kürzeren. So richtet sich der Fokus der Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes in diesem Sommer auf die neue Nations League, die für Kapitän Lukas Kampa und seine Kollegen am heutigen Freitag beim Auftaktturnier in Serbien mit dem Duell gegen Italien (17 Uhr) beginnt.

Der Wettbewerb, der für sechs von 16 Teams nach fünfwöchiger Vorrunde in einem Finalturnier Anfang Juli im französischen Lille mündet, ersetzt die World League und garantiert den dort zuletzt nur drittklassigen Deutschen bis 2024 einen Platz auf oberstem Niveau. Während Diagonalangreifer Georg Grozer sich das Geschehen aus der Ferne ansieht, haben zwei ehemalige und zwei aktuelle Akteure des Frankfurter Bundesligisten United Volleys Rhein-Main den Sprung in das 14er-Aufgebot für Kraljevo geschafft: Zuspieler Jan Zimmermann und Außen Moritz Reichert, die nach einer Saison in Frankreich zum deutschen Meister Berlin wechseln werden, sowie Libero Julian Zenger und Mittelblocker Tobias Krick. Bei Letzterem hatte die Teilnahme an der ersten Phase der Nations League auf der Kippe gestanden, da den 19-Jährigen schon lange Rückenprobleme plagen und er diese auch mit Blick auf seine weitere Karriere auskurieren soll. Laut United-Manager Henning Wegter ist eine achtwöchige Reha-Maßnahme für den Spätsommer geplant, wenn für das Nationalteam nur noch Testspiele anstehen.

Dass der Sohn von United-Finanzier Jörg Krick zumindest noch für eine Saison an den Main zurückkehrt, davon geht Wegter aus. „Die vergangene Spielzeit war nicht seine stärkste und hat seine Situation auf dem Transfermarkt nicht verbessert“, sagt der 31-jährige Ex-Profi, der auch Kricks Positionskollege Georg Escher und Diagonalangreifer Lincoln Williams halten will. Lukas Bauer (Herrsching), Jannis Hopt (Rottenburg) und Adrian Aciobanitei, den es wohl zurück zum VfB Friedrichshafen zieht, haben sich unter der nationalen Konkurrenz neue Arbeitgeber gesucht. Die Volleys haben bislang keine Ergänzung des Kaders vermeldet. „Wir haben uns bewusst Zeit gelassen, um langfristig zu planen“, sagt Wegter. Nachdem IT-Unternehmer Krick zugesagt hat, auch in der fünften Saison dafür zu sorgen, dass sich die Hessen auf dem gleichen finanziellen Niveau bewegen wie bisher, „können wir die Spieler gleich zwei Jahre an uns binden“. Erste Verträge sollen unterschrieben sein, ein weiterer Nationalspieler an Bord wird wohl am Freitag verkündet werden.

Dabei ist die Trainerfrage weiterhin ungeklärt. Es gebe vor allem im Ausland „interessante Kandidaten“ für den Job, und man denke mit Blick auf „neue Impulse“ über eine Veränderung nach, obwohl man mit der Arbeit von Michael Warm beim Bundesligadritten in den vergangenen drei Jahren sehr zufrieden gewesen sei. Ganz abgeschrieben hat Wegter eine Vertragsverlängerung mit dem österreichischen Nationaltrainer nicht. Aber vielleicht hat der irgendwann gar keine Lust mehr auf den Job.

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