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Umbruch schreckt Coach nicht Bansa glaubt an Stärke der HSG Frankfurt

Konrad Bansa, der neue Coach des Handball-Zweitligisten HSG Frankfurt-Rhein-Main, weiß, dass er nicht erste Wahl war. Er hat eine schwere Aufgabe vor sich.

28.07.2010 21:05
Dominik Hechler
Handball (Symbolbild) Foto: dpa

Konrad Bansa ist Realist. „Ich weiß, dass ich nur Trainer geworden bin, weil die aktuelle Situation des Vereins relativ schwer ist“, sagt der neue Coach des Handball-Zweitligisten HSG Frankfurt-Rhein-Main. Da dürfte der dreimalige Deutsche Meister im Beachhandball und Inhaber der Trainer A-Lizenz nicht ganz unrecht haben. Bis zuletzt hatten die Verantwortlichen der Hessen versucht, ihren bisherigen Trainer Thorsten Schmid beim Hessischen Handball-Verband (HHV) loszueisen. Doch der wollte seinen Lehrwart nicht freigeben. Ein neuer Handballlehrer musste her. Und da die finanziellen Mittel begrenzt sind, bediente man sich bei der TSG Münster, neben der SG Wallau Trägerverein der Frankfurter.

Von 1986 bis 2008 stand Bansa für Münster im Tor. Schon als Aktiver fing er an, den Nachwuchs der Turn- und Sportgemeinde zu trainieren. Zuletzt war er Jugendleiter, wurde als Coach mit der Münsteraner B-Jugend Südwestdeutscher Meister und war auch mit der A-Jugend auf dem Weg in Richtung Titelgewinn. Mit jungen Spielern kann der neue Frankfurter Trainer also nachweislich umgehen. Das könnte wichtig sein. Denn die Hessen werden in der kommenden Saison ein Team ins Rennen schicken, das mit vielen Nachwuchstalenten bestückt sein wird. „Es ist meine Aufgabe, die jungen Spieler möglichst schnell ins Laufen zu bringen“, erklärt Bansa. Saisonziel ist Platz neun, der die Qualifikation zur eingleisigen Zweiten Liga bedeuten würde, die 2011/2012 eingeführt werden wird. „Wenn wir verletzungsfrei bleiben, bin ich überzeugt davon, dass wir das auch erreichen können“, sagt Bansa. Das ehrgeizige Ziel der Frankfurter, möglichst schnell in die Bundesliga aufzusteigen, wurde erst einmal zurückgestellt.

Für Bansa ist der Trainerjob in Frankfurt eine große Chance. Er kann sich beweisen, sich einen Namen machen. „Ich hatte mich eigentlich nur als Assistenztrainer für Thorsten Schmid angeboten, um mich so in der Bundesliga zu zeigen“, verrät er. Dann bot man ihm die Position des Cheftrainers an. Bansa: „Normalerweise macht man so einen großen Schritt von der Jugend in den Aktivenbereich ja nicht auf einmal, aber die Aufgabe war einfach zu interessant, um sie abzulehnen.“

Leicht wird die Aufgabe nicht. Erfahrene Spieler und Leistungsträger wie Jan-Olaf Immel, Daniel Wernig, Michael Rebstock und Axel Buschsieper haben den Verein verlassen. „Die Mannschaft ist nach diesen Abgängen aber noch viel enger zusammengerückt und will sich jetzt beweisen“, betont Bansa. Er ist zuversichtlich, dass sein junges Team diese Verluste wird auffangen können.

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