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Tennisakademie Advantage Offenbach

Die Tennisakademie "Tennis University" der Freunde und Ex-Davis-Cup-Kollegen Schüttler und Waske zieht viele Profis an. Vom kommenden Jahr an wird die Akademie im Rhein-Main-Gebiet wohl aber nicht nicht mehr nur für Spieler, sondern auch für Trainer interessant sein.

13.12.2010 21:11
Dominik Hechler
Intensive Arbeit: Auch Andrea Petkovic zieht es zu Alexander Waske nach Offenbach. Foto: Pressefotografie Storch, Bad Hg.

Alexander Waske ist voll konzentriert. Das muss der ehemalige Daviscup-Spieler auch sein. Denn der 35-Jährige ist als Trainingspartner von Andrea Petkovic eingeteilt, die sich in diesen Tagen in Waskes und Rainer Schüttlers Offenbacher Tennis University für die kommende Saison 2011 vorbereitet. Die aktuell beste deutsche Tennisspielerin, 32. der Weltrangliste, verlangt Waske auf der Anlage des Hessischen Tennis-Verbandes alles ab. Umgekehrt ist es genauso. Die Intensität ist hoch. Ganz nach dem Geschmack von Waske, der sagt: „Die Andrea muss hier aus der Vorbereitung gehen und fühlen: ‚Ich bin die fitteste Spielern der Welt, ich habe mehr gearbeitet als alle anderen‘.“

Der gebürtige Frankfurter ist als Trainer genauso ehrgeizig wie er es als Spieler war. Vor sechs Monaten gründete er gemeinsam mit seinem Freund und Ex-Daviscup-Kollegen Schüttler die Tennis University mit dem Ziel, sie zu einer der besten Profi-Akademien der Welt zu machen. Neben Petkovic feilen mittlerweile auch Benjamin Becker und der frisch gekürte serbische Daviscup-Sieger Janko Tipsarevic im Offenbacher Stadtteil Rosenhöhe an der Form.

„In den ersten sechs Monaten haben insgesamt etwa 70 Spielerinnen und Spieler aus aller Welt bei uns trainiert“, erzählt Waske. Weil sie aus so vielen verschiedenen Ländern kommen, soll die Akademie künftig auch Deutschunterricht anbieten. „Wir wollen uns hier auch neben dem Platz um unsere Athleten kümmern“, sagt Waske. Denn viele bleiben über einen längeren Zeitraum. Drei hoffnungsvolle Nachwuchsspieler suchen sogar eine gemeinsame Wohnung in oder nahe Frankfurts östlicher Nachbarstadt.

Sebastian Rieschick als gutes Beispiel

Die Kosten für den Besuch der Akademie würden in der Regel entweder von wohlhabenden Eltern, verschiedenen Sponsoren oder den jeweiligen Verbänden übernommen, berichtet Waske. Investitionen, die sich im Idealfall rasch auszahlen. Als aktuelles Beispiel dafür gilt Sebastian Rieschick. Der gebürtige Berliner war mal die Nummer eins der Jugendweltrangliste und galt vor einigen Jahren als eines der größten Talente in Deutschland. Dann verschwand er in der Versenkung. Drei Jahre hatte Rieschick, der für den TC Bad Homburg in der Hessenliga aufschlägt, nicht ein einziges Turnier gewinnen können. Das hat sich grundlegend geändert. Der mittlerweile 24-Jährige hat sich in den sechs Monaten, die er nun in Offenbach trainiert, eindrucksvoll zurückgemeldet. „Sebastian hat insgesamt sechs Turniere gewonnen und sich in der ATP-Weltrangliste von Position 570 auf 240 gesteigert. Und ich bin sicher, dass das noch nicht das Ende sein wird“, erzählt Waske und kann seinen Stolz darüber nicht verbergen.

Wie es aussieht, wird die Tennis University im Rhein-Main-Gebiet vom kommenden Jahr an nicht mehr nur für Spieler, sondern auch für Trainer interessant sein. Viele namhafte Profitrainer weltweit hätten sich zu einer Organisation zusammengeschlossen, die von 2011 an in jedem Land eine Ausbildung zum Proficoach anbieten wollten, berichtet Waske. So auch in Deutschland, wo der einstige Doppelspezialist dann die Verantwortung für die Ausbildung übernähme. Es sei durchaus möglich, „dass dann auch die Trainer bei uns in Offenbach geschult werden“. Alexander Waske ist froh, dass die Tennis University auf Wachstumskurs ist. „Etwas, das nicht wachsen kann“, sagt er, „hat auch keine Chance auf Erfolg.“

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