Frankfurter Festhallenturnier Schätzelchen ist noch unsicher

Dorothee Schneider wird Zweite in der Kür.

Dorothee Schneider. Fotograf: Michael Schick

Die letzte Theoriestunde fand im Pressezentrum statt. Hier, im Souterrain des Forums der Frankfurter Festhalle, schaute sich Dorothee Schneider auf Video die Kür ihrer Stute Forward Looking an, die sie kurze Zeit später Richter und Publikum präsentieren wollte. Zu Hause in Framersheim, erklärte die 43 Jahre alte Dressurreiterin, sei der Boden des großen Außenvierecks gefroren gewesen, die Halle entspricht nicht Wettbewerbsmaßen. So wollte die Reiterin des Frankfurter Turnierstalls Schwarz-Gelb sich die erst zweimal gezeigte Choreografie sicherheitshalber noch einmal zu Gemüte führen.

Unsichere Wechsel

Die Lektion verhalf der olympischen Mannschafts-Silbermedaillengewinnerin von London mit 75,95 Prozent zu einem zweiten Rang, nur fünf Hundertstel hinter der früheren Doppel-Weltmeisterin Nadine Capellmann mit Girasol. Die unsicheren Wechsel gelangen auch diesmal nicht fehlerfrei, registrierte Lokalmatadorin Schneider. Doch ihr „Schätzelchen“, wie sie die hoffnungsvolle Stute nennt, werde immer stabiler und kräftiger und soll 2013 „schön groß“, also bei wichtigen Prüfungen wie der deutschen Meisterschaft, vorgestellt werden. Ihre in den B-Kader zurückgestufte Reiterin, die nach den Spielen die dortige Sportpartnerin Diva Royal an ihre Schülerin Stella Roth zurückgeben musste, hofft, schnellstmöglich wieder Anschluss zu finden an die Championatsauswahl. Das eine oder andere Paar darin habe sie mit Forward Looking schon geschlagen, erklärte Schneider, die nach den Erfolgen im Sommer bei ihrem Heimturnier „ein bisschen umgarnt“ wurde. „Es war ein turbulentes Jahr“, resümierte sie, aber eines, „das vermutlich nicht zu toppen ist.“