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Frankfurt Universe Von den Einhörnern aufgespießt

Die Footballer der Frankfurt Universe kassieren ihre zweite Saisonniederlage und geraten ins Hintertreffen.

Samsung Frankfurt Universe - Schwaebisch Hall Unicorns, GFL 1
Ganz geschmeidig und ganz gefährlich: Die Universe betritt das Feld, das sie als Verlierer verlässt. Foto: pressehaus/kessler

Die Footballer der Frankfurt Universe haben sich am Sonntagnachmittag den Schwäbisch Hall Unicorns geschlagen geben müssen. Nach der 9:12 (6:0, 9:0, 9:10)-Niederlage im Spitzenspiel gegen den deutschen Meister sind die Chancen auf die Süddeutsche Meisterschaft nur noch theoretischer Natur.

Die Universe bleibt nach der zweiten Niederlage im neunten Spiel auf dem zweiten Platz der Südgruppe der German Football League (GFL). Hinter den nach zehn Partien weiterhin ungeschlagenen Schwäbisch Hallern, die im ersten Durchgang große Probleme mit der forschen Gangart des Gastgebers hatten. „Die Unicorns waren nicht besser, aber sie hatten das Quäntchen Glück, das wir nicht hatten“, bilanzierte Defensive Coordinator Thomas Kösling.

Hitze keine Entschuldigung

66 Sekunden vor Schluss kamen die Gastgeber am Sonntagnachmittag letztmals in Ballbesitz. Ein Fieldgoal hätte gereicht, um das Spitzenspiel für sich zu entscheiden. Doch die Unicorns, die Einhörner also, drängten Frankfurts Quarterback Andrew Elffers in die eigene Endzone zurück, was ihnen ein Safety bescherte – und die Entscheidung bedeutete.

Die „Men in Purple“ hatten vor der Begegnung nichts dem Zufall überlassen. Um im sechsten Aufeinandertreffen mit den Unicorns endlich den ersten Sieg zu feiern, hatten sie sich intensiv mit ihrem Hauptproblem in dieser Saison beschäftigt: den vermeidbaren Strafen. „Strafen können auch gegen die Unicorns passieren, weil die Jungs sehr aufgeheizt sind. Wenn wir sie schlagen wollen, müssen es aber weniger als zuletzt sein“, hatte Universe-Headcoach Brian Caler vor dem Spiel betont. 

An den Strafen lag es jedenfalls nicht, dass die Universe ihre zweite Saisonniederlage kassierten. Denn das Team agierte über weite Strecken sehr diszipliniert, doch am Ende ließ die Konzentration nach. „An der Hitze lag es nicht, dass wir nach der Pause nicht mehr ganz so gut zum Zug gekommen sind“, sagte Kösling.

Während die Unicorns am Sonntag eine vierwöchige Pause beendeten, stand die Universe zuletzt am vergangenen Samstag gegen die Munich Cowboys (45:6) auf dem Feld. Nicht nur deshalb war der dreifache Meister mit großem Respekt an den Bornheimer Hang gereist. „Der größte Unterschied in der Frankfurter Offense im Vergleich zum Hinspiel ist Andrew Elffers“, hatte Unicorns-Headcoach Jordan Neumann vorab gesagt. 

Gute Resonanz

Im Hinspiel Anfang Juni hatte Back-Up-Quarterback Sonny Weishaupt erstmals in dieser Saison die Universe-Offensive angeführt. Vielleicht wäre damals mehr als eine 7:17-Niederlage drin gewesen, wenn sich der in den ersten Spielen überragende Spielmacher Steve Cluley nicht schwer am Knie verletzt hätte. Sein Nachfolger zeigte gestern vor der Pause eine starke Vorstellung, ließ aber später nach und leistete sich zwei Interceptions. „Ich habe Entscheidungen getroffen, die nicht gut waren. Die Interceptions nehme ich auf meine Kappe“, sagte Elffers.

Die Partie begann eine Viertelstunde später als geplant, weil sich an den Kassen lange Schlangen gebildet hatten. Rund 3000 Zuschauer kamen ins Stadion am Bornheimer Hang und bescherten der Universe den zweithöchsten Zuschauerzuspruch in dieser Spielzeit. Die Stimmung auf den Rängen war gut. Doch zum Sieg sollte es nicht reichen. 

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