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Frankfurt Universe Unbezwingbare Einhörner

Frankfurt Universe kann wieder nicht in Schwäbisch Hall gewinnen und kassiert die erste Saisonniederlage. Quarterback Elffers kommt.

Ganz zum Schluss, als er nichts mehr zu verlieren hatte, probierte es Sonny Weishaupt noch einmal mit der Brechstange. Im hohen Bogen sauste der lange Pass des Quarterbacks von Frankfurt Universe durch die Luft – und landete in den Händen eines Gegenspielers. Es war ausgerechnet der frühere Frankfurter Quade Chappuis, der das Ei aus der Luft pflückte. Und es sollte die letzte Aktion dieses Nachmittags sein. Am Ende eines mittelmäßigen Footballspiels mussten sich die Hessen im vermeintlichen Spitzenspiel der GFL-Süd bei den Schwäbisch Hall Unicorns mit 7:17 (0:17) geschlagen geben. Für die Universe war es im siebten Pflichtspiel des Jahres die erste Pleite. 
 
Und wieder einmal zeigte sich: Gegen die Arrivierten der Liga fehlt den Frankfurtern, 2016 erstmals in die Eliteklasse des deutschen Football aufgestiegen, noch die nötige Abgezocktheit. In einer zähen Partie, in der beide Defensiven die gegnerischen Angreifer über weite Strecken gut im Griff hatten, ging es darum, die wenigen Unachtsamkeiten mit größtmöglicher Konsequenz auszunutzen – was dem Tabellenführer und amtierenden Meister Schwäbisch Hall gelang, den zweitplatzierten Frankfurtern hingegen nicht. 
 

Weishaupt patzt zu oft

 
Durch Touchdowns von Raheem Wilson und Nathaniel Robitaille, die beide nach eklatanten Fehlern der Universe entstanden, sowie einem Fieldgoal von Tim Stadelmayr lagen die Gäste zu Halbzeit schon deutlich mit 0:17 hinten, die einzigen Frankfurter Punkte erzielte schließlich Runningback Andreas Betza im Schlussviertel, als die Hausherren ihren Vorsprung nur noch verwalteten. Dass die Universe so spät ins Rollen kam, lag auch daran, dass Ersatz-Quarterback Weishaupt, der anstelle des verletzten Steve Cluley (Kreuzbandriss) die Offense dirigierte, einen rabenschwarzen Tag erwischte. Kaum ein Pass des 25-Jährigen kam an, viele Bälle gingen gar in die völlige Leere oder landeten beim Gegner. 
 
Die Universe hat derweil auf Cluleys Verletzung reagiert und den US-Amerikaner Andrew Elffers nachverpflichtet. Der 23-Jährige spielte zuletzt fünf Jahre lang für die Azusa Pacific University und soll diese Woche erstmals mittrainieren. Headcoach Brian Caler bezeichnet ihn als „athletischen Passgeber“. Vom Spielstil ähnele er Cluley, „das macht die Eingewöhnung sicherlich leicht.“ Viel Zeit bleibt auch nicht: Schon am kommenden Samstag steht das Big-Six-Finale gegen die Braunschweig Lions an.

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