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Frankfurt Universe Das größte Spiel der Karriere

Universe-Trainer Brian Caler empfängt mit seinem Team im Eurobowl die Braunschweig Lions.

Samsung Frankfurt Universe - Stuttgart Scorpions, GFL 1
Für klare Anweisungen bekannt: Der Frankfurter Trainer Brian Caler. Foto: pressehaus/kessler (bild pressehaus)

Wie es sich für einen Mann von Welt gehört, ist auch Brian Caler im Business-Netzwerk „Xing“ vertreten. Der Football-Trainer könnte sein Profil allerdings mal wieder aktualisieren. Die Seite listet ihn noch als Headcoach der Allgäu Comets, in Wahrheit hat er ja längst bei Frankfurt Universe angeheuert. Zeitloser ist da die Kategorie „Ich biete“. Dort versucht der US-Amerikaner, sich selbst und seine Arbeitsweise zu beschreiben: „Leidenschaft fürs Detail“, „harte Arbeit“ und „Loyalität“ steht da im Internet geschrieben.

Ähnliche Dinge verlangt der 37-Jährige am Samstag auch von seinen Spielern, wenn Frankfurt Universe am Bornheimer Hang im Eurobowl die Braunschweig Lions empfängt (20.05 Uhr/Sport1). „Wir müssen die Kleinigkeiten richtig machen“, verlangt Coach Caler. „Wir müssen vom Anfang bis zum Schluss konstant spielen.“ Das ist leichter gesagt als getan, schließlich gehen die Gastgeber als klarer Außenseiter in das Finale des europäischen Big-Six-Wettbewerbs. Die finanzstarken Lions, immerhin amtierender deutscher Vizemeister, haben den Eurobowl zuletzt dreimal nacheinander für sich entscheiden können.

„Die Chancen stehen gut“

Auch für den Frankfurter Trainer ist es das größte Spiel seiner Karriere. Bevor Caler im November 2017 bei Universe die Arbeit aufnahm, war er acht Jahre lang bei den Allgäu Comets tätig, führte die Bayern von der dritten in die erste Liga, mischte dort aber nie ganz oben in der Tabelle mit. Klein machen will er sich und seine Mannschaft trotzdem nicht. „Am Spieltag kann alles passieren“, sagt Caler. Und glaubt sogar selbstbewusst: „Die Chancen stehen gut.“

Das Aufeinandertreffen am Samstag ist für die Universe auch eine Chance auf Wiedergutmachung. Im Juni des vergangenen Jahres standen sich Frankfurt und Braunschweig schon einmal im europäischen Finale gegenüber, damals gab es eine mehr als deutliche 14:55-Klatsche für die „Men in Purple“. Danach begannen die internen Diskussionen um die Tauglichkeit des damaligen Headcoaches Markus Grahn, nach der Saison musste er seinen Platz bei den Frankfurtern für Caler räumen.

Nun soll es Caler besser machen. Der erste Eindruck vom Mann aus Jacksonville, Florida, ist ein guter. Universe-Geschäftsführer Michael Schwarzer sagt über seinen neuen Trainer: „Er steht morgens auf und denkt sofort an Football.“ Auch ist das Frankfurter Spiel variabler geworden, seit Caler an der Seitenlinie steht. Die 7:17-Niederlage gegen Schwäbisch Hall am vergangenen Sonntag konnte indes auch er nicht verhindern - der Meister war schlicht zu stark. Gegen Braunschweig muss Caler nun beweisen, dass er auf höchstem Niveau mehr draufhat als sein Vorgänger Grahn, dessen Spielzugauswahl gegen die Topmannschaften doch recht einfältig wirkte.

Neuer Quarterback

Zählen kann der Trainer dabei auf seinen neuen Quarterback Andrew Elffers, der am Samstag in Frankfurt gelandet ist und den verletzten Steve Cluley (Kreuzbandriss) in der restlichen Saison vertreten soll. Ersatz-Quarterback Sonny Weishaupt konnte gegen Schwäbisch Hall nicht überzeugen, er machte zu viele Fehler. „Andrew Elffers wird auf jeden Fall spielen“, sagt Caler. „Wie viel, weiß ich noch nicht.“

Für Runningback Joe Bergeron gilt das nicht, der Ballträger hat sich in Schwäbisch Hall am Sprunggelenk verletzt, eine detaillierte Diagnose steht zwar noch aus, ein Einsatz ist aber mehr als unwahrscheinlich.

Dafür könnte Fernando Lowery ins Aufgebot zurückkehren, der – ebenfalls wegen einer Sprunggelenksverletzung – erst ein Ligaspiel bestreiten konnte. Bleibt der Cornerback im Training schmerzfrei, kann er auflaufen. „Wir werden nicht zu viel riskieren“, betont Caler jedoch. „Es wird niemand spielen, der nicht zu hundert Prozent fit ist.“

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